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Aus Raumnot bald in Zeitnot?

9. Juni 2010 von Miriam Lotto

Geht es nach dem Präsidium der Kasseler Universität ist die Zeit des „akademischen Viertelstündchens“ bald abgelaufen. Der Raumnot will man nun mit ungewöhnlichen Strategien begegnen.

Unser Uni Präsidium will an der Uhr drehen

Kassel – Geht es nach dem Präsidium der Kasseler Universität ist die Zeit des „akademischen Viertelstündchens“ bald abgelaufen. Damit die Raumnot an unserer Hochschule in Zukunft der Vergangenheit angehört, entwickelt die Unileitung ungewöhnliche Strategien:
An den fünf Standorten in Kassel und Witzenhausen soll an der Zeit zwischen den Veranstaltungen gespart werden. Von derzeit 30 auf 15 bis 20 Minuten, will man reduzieren. Das Präsidium erhofft sich durch dieses effizientere Zeitmanagement einen Zuwachs von 400 Veranstaltungsräumen – Das Ende der Raumnot?

Für den AStA-Vorsitzenden Oliver Schmolinski stellen diese Pläne keine realistische Option dar: „Eine derart radikale Kürzung verdichtet den eh schon vollen Stundenplan vieler Studierender und macht Nachbesprechungen mit den Dozenten unmöglich!“ Auch Studierende mit Behinderungen würden durch die Zeitumstellung von Veranstaltungen schlichtweg ausgegrenzt, erklärt Schmolinski weiter.
Für einen Studierenden, der beispielsweise zwischen den Uni-Standorten „Murhardtstraße“ und „Holländischen Platz“ pendelt, sei es derzeit noch möglich aufeinander folgende Veranstaltungen an beiden Standorten zu besuchen. „Wenn das Präsidium die Pläne in die Tat umsetzt, wird das bald nicht mehr möglich sein!“ Denn der Weg von einem Standort zum anderen ist in 15 Minuten einfach nicht zu bewältigen!

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