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	<description>medium² Onlinemagazin – Universität Kassel</description>
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		<title>Bremen: Zivilklausel soll Gesetz werden – Diskussionen auch in Kassel</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Jan 2012 14:35:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian Böttger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[Am 25. Januar 2012 hat der Senat der Universität Bremen das Bekenntnis zur Zivilklausel erneuert. Nun wird im Bundesland Bremen diskutiert, ob diese sogar in das Hochschulgesetz aufgenommen werden soll.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Damit stünde das Uni-Parlament weiterhin zu den Grundsätzen seines Beschlusses vom 14. Mai 1986, heißt es in einer Meldung der Uni. Der Beschluss besagt, dass die Universität jede Beteiligung von Wissenschaft und Forschung mit militärischer Nutzung beziehungsweise Zielsetzung ablehnt. Forschungsthemen und -mittel, die Rüstungsforschung dienen könnten, seien öffentlich zu diskutieren und gegebenenfalls zurückzuweisen. „Die Universität ist dem Frieden verpflichtet und verfolgt nur zivile Zwecke. Dies ist Bestandteil ihrer Leitziele.“, heißt es in dem Beschluss. Der Antrag wurde mit 18 von 22 Stimmen bestätigt – es gab drei Enthaltungen, gegen den Antrag stimmte das Mitglied des RCDS (Ring Christlich Demokratischer Studenten).</p>
<p>Laut AStA der Uni Bremen, sind dem Beschluss zahlreiche Diskussion vorausgegangen. Problematisch seien vor allem die Pläne einer Neuformulierung unter dem vermeintlich positiven Titel „Friedensklausel“ gewesen, wonach die Universität sich als friedensschaffende Institution begreife. Der AStA ist der Auffassung, dass diese Formulierung die Möglichkeit geschaffen hätte, militärische Forschung im Sinne von Friedenseinsätzen der Bundeswehr – also Rüstungsforschung durch die Hintertür – zu gestatten. Umso begeisterter zeigt sich der AStA, dass die alte Norm im Wortlaut bestätigt wurde.</p>
<h3>Landespolitik will Zivilklausel zu Gesetz machen</h3>
<p>Nun hat sich auch die Landespolitik der Hansestadt zu diesem Thema eingeschaltet. Bereits im September letzten Jahres hat die SPD bei ihrem Landesparteitag beschlossen, dass die finanziellen Mittel der Hochschulen „ausschließlich für Vorhaben verwendet werden, die friedlichen Zwecken dienen.“ Durch den Beschluss des Akademischen Senats fühlt sich die SPD bestätigt und will ihren Parteitagsbeschluss und das Verbot militärischer Forschung in Gesetzesform gießen.</p>
<p>Wie <a href="http://www.weser-kurier.de/Artikel/Bremen/Politik/526019/Die-Zivilklausel-soll-ins-Gesetz.html" target="_blank">der Weserkurier berichtet</a>, unterstützen die Grünen ihren Koalitionspartner bei dem Vorhaben, wenngleich die Grünen zurückhaltener an die Sache heran gehen. „Bei uns steht die Selbstorganisation der Hochschulen im Fokus, nicht gesetzliche Verpflichtungen“, sagt Silvia Schön, wissenschaftspolitische Sprecherin der Grünen.</p>
<h3>Bestrebungen für Zivilklausel an Uni Kassel</h3>
<p>Auch an der Universität Kassel werden Forderungen nach einer Zivilklausel immer lauter. Ein von Studierenden organisierter Arbeitskreis (AK Zivilklausel) hat sich im November letzten Jahres zusammengefunden. Zwar sei bisher nicht bekannt, dass an der nordhessischen Uni für militärische Zwecke geforscht werde, aber durch Verschwiegenheitsklauseln mit Drittmittelgebern, könnte das auch nicht per offizieller Anfrage festgestellt werden. Die in Kassel ansässigen Rüstungsunternehmen ließen aber die Vermutung zu, dass dies der Fall ist, so die Aktivisten.</p>
<h3>Kasseler Stadtverordnetenversammmlung diskutiert über Rüstungsexporte</h3>
<p>Die Kasseler <a href="http://www.hna.de/nachrichten/stadt-kassel/kassel/kein-schaufensterantrag-1579393.html" target="_blank">Stadtverordnetenversammlung wird heute über Rüstungsexporte diskutieren</a>. Die Fraktion der Kasseler Linken will erreichen, dass die Stadtverordneten eine Initiative vom Friedensforum und der katholische Kirche unterstützen. Dem Appell beider Organisationen, gegen die Produktion und Lieferung von Leopard-II-Panzern der Kasseler Firma Krauss-Maffei Wegmann nach Saudi-Arabien, schloßen sich über 2.000 Bürger an.</p>
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		</item>
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		<title>Wahlergebnisse der letzten 10 Jahre</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 19:53:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian Böttger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[2012]]></category>
		<category><![CDATA[Hochschulgruppe]]></category>
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		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Analyse der Wahlen zum Studierendenparlament in den letzten 10 Jahren: Wer kam, wer ging, wer blieb und wer überraschte? ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Wahlergebnisse der letzten 10 Jahre sind sehr aussagekräftig. An ihnen lässt sich beispielsweise ablesen, dass es einen Zusammenhang zwischen Wahlbeteiligung und Wahlverhalten der Studierenden gibt. Schaut man sich die Ergebnisse der Wahlen 2003 und 2004 an, so sieht man, dass die Wahlbeteiligung um die 10% lag und nur eine dominierende Liste, die ALi (Alternative Liste), die Wahlen für sich entschied. Jusos, Grüne und RCDS hatte in jener Zeit – wenn überhaupt – nur einen Bruchteil der Stimmen der ALi für sich verbuchen können. Das änderte sich mit den Wahlen im Wintersemester 2004/2005. In dieser Zeit wurde die 25-Prozent-Klausel von der Landesregierung eingeführt. Diese Regelung koppelte die finanzielle Ausstattung der Studierendenschaft an die Wahlbeteiligung. Hätte zu dieser Zeit die Wahlbeteiligung unter 25% gelegen, hätte dies schrittweise Kürzungen bis zu 75% im studentischen Haushalt zur Folge gehabt. Der AStA wäre also handlungsunfähig gewesen. Darauf hat es dieser aber nicht ankommen lassen. Durch massive Wahlwerbung (die man in diesem Fall wohl besser als allgemeine Wahlaufforderungswerbung bezeichnet, da sie nur zur Wahl aufrief, aber keine Empfehlung aussprach, wen man wählen solle) konnte bei genannter Wahl eine bisher einmalige Wahlbeteiligung von <del>über 40%</del> 37% erreicht werden. Mit der Folge, dass die parteiunabhängige ALi, respektive ihre Nachfolger-Listen KauLi und Reformruine, in der Bedeutungslosigkeit versanken und parteinahe Hochschulgruppen wie Jusos (SPD-nah), Grüne Hochschulgruppe und RCDS (CDU-nah) deutlich an Boden gewinnen konnten.</p>
<div id="attachment_800" class="wp-caption aligncenter" style="width: 624px"><a href="http://medium.asta-kassel.de/wp-content/uploads/2012/01/wahlergebnisse-beteiligung2003-2009.png"><img class=" wp-image-800" title="Wahlergebnisse 2003 bis 2009" src="http://medium.asta-kassel.de/wp-content/uploads/2012/01/wahlergebnisse-beteiligung2003-2009-1024x786.png" alt="" width="614" height="472" /></a><p class="wp-caption-text">Wahlergebnisse der Listen ALi, Jusos, Grüne, RCDS von 2003 bis 2009. Mitglieder der ALi auch unter anderen Listennamen angetreten und hier als ALi geführt. Zum Vergrößern auf Grafik klicken.</p></div>
<p>Spätere Wahlergebnisse (siehe zweite Grafik) zeigen, dass auch die Hochschulwahlen bundesweiten Trends folgen. So ist die Piraten Hochschulgruppe bei den Wahlen im Januar 2010 von 0 auf beachtliche 9,8% geschossen. Mitte bis Ende 2009 hatte die Piratenpartei einen extremen Mitgliederzuwachs verbuchen können. Medien berichteten permanent über die neue, junge Partei, wovon wohl auch die hiesige Hochschulgruppe profitierte. Der &#8220;Frische-Wind-Effekt&#8221; ließ im folgenden Jahr aber bereits nach und eine neue Liste verteilte den Kuchen mal wieder neu.</p>
<p>Die KUS (Kassels Unabhängige Studierende), der von ihren Gegnern vorgeworfen wird, dass sie unpolitisch und inhaltsleer sei, ist mit einer unvergleichbaren Materialschlacht in den Wahlkampf gezogen. Die anderen Listen kritisierten das sehr stark, weil nicht einmal die parteinahen Hochschulgruppen, die von ihren &#8220;Mutterparteien&#8221; in der Regel einen kleinen Obolus als Unterstützung erhalten, vergleichbares Budget aufbringen konnten. Bis heute ist unklar, wie die KUS ihren Wahlkampf finanziert. Die Strategie der KUS ging jedenfalls auf: mit 31,05% ist sie aus dem Stand stärkste Liste geworden, dicht gefolgt von Jusos und Grünen. Die Zahlen zeigen sehr deutlich, dass die KUS  allen anderen Listen Stimmen gekostet hat. Dennoch hat es nicht gereicht, um den AStA zu stellen. Der erbitterte Wahlkampf hat die restlichen Listen zusammengeschweißt. Eine Koalition aus Jusos und Grünen mit Unterstützung von Witzenhausen und BaLi trägt den jetzigen AStA, eine Koalition mit der KUS kann sich keine dieser Gruppen vorstellen. Im Verlauf des letzten Jahres kamen auch keine inhaltlichen Impulse aus den Reihen der KUS. Im Studierendenparlament, in dem sie 8 von 25 Sitzen hat, war fast bei allen Sitzungen nur ein Bruchteil ihrer Parlamentarier <em>bis zum Sitzungsschluss</em> anwesend.</p>
<div id="attachment_801" class="wp-caption aligncenter" style="width: 624px"><a href="http://medium.asta-kassel.de/wp-content/uploads/2012/01/Bildschirmfoto-2012-01-23-um-19.41.08.png"><img class=" wp-image-801" title="Bildschirmfoto 2012-01-23 um 19.41.08" src="http://medium.asta-kassel.de/wp-content/uploads/2012/01/Bildschirmfoto-2012-01-23-um-19.41.08-1024x404.png" alt="Wahlergebnisse von 2008 bis 2011" width="614" height="242" /></a><p class="wp-caption-text">Wahlergebnisse von 2008 bis 2011</p></div>
<p>Seit diesem Jahr gibt es keine 25-Prozent-Regelung mehr. Nun bleibt abzuwarten, ob die Wahlbeteiligung auch dauerhaft ohne diese Klausel über der 25-Prozent-Marke bleibt. Für die parteinahen Listen ist eine hohe Wahlbeteiligung essentiell, wie die Wahlergebnisse belegen. Der RCDS ist dieses Semester gar nicht mehr angetreten.</p>
<p><em>Update: Peter Carqueville hat mich auf einen Fehler im Text aufmerksam gemacht. Die ALi ist nicht mehr als solche zu den Wahlen 2004/05 angetreten. Ehemalige Mitglieder hatten aber Nachfolgelisten gegründet (KauLi und später Reformruine). </em></p>
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		<title>Haben wir denn die Wahl?</title>
		<link>http://medium.asta-kassel.de/artikel/haben-wir-denn-die-wahl.html</link>
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		<pubDate>Sun, 22 Jan 2012 19:30:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sarah Maria Kaiser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausland]]></category>
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		<description><![CDATA[Abenteuer Europamobilität – Bachelor Kassel-Nizza]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bienvenue en 2012!</p>
<p>Ehe man sich versieht ist Weihnachten vorbei, ein neues Jahr hat begonnen. Noch leicht benommen von den kulinarischen Köstlichkeiten eines Weihnachten à la française, reibt man sich verwundert die Augen und stellt fest: Winter wird es wohl nicht mehr werden… Denn Nizza als eine der wärmsten Städte der Côte d’Azur leidet auch im Winter nicht unter eisigem Frost oder Depressionen. Die Jahreszeiten blieben für mich diesmal aus. Nicht ausbleiben werden allerdings Klausuren, die mir nun bevorstehen. Das vorletzte Semester neigt sich rasant dem Ende zu. Ziemlich früh für das „deutsche“ Verständnis. Doch das französische Universitätssystem ist etwas anders organisiert. Das Semester beginnt Anfang September, vor Weihnachten gibt es eine Reihe Zwischenprüfungen und im Januar stehen die Endklausuren an. Nach kurzen Ferien geht dann das nächste Semester los, welches im Mai/Juni mit einer erneuten Klausurenphase seinen Abschluss finden wird. Genau wie mein Bachelor, beziehungsweise die Licence, das französische Bachelor-Äquivalent, welche genau wie der Bachelor zur Aufnahme eines Masterstudiums oder zum Einstieg in das Berufsleben befähigen soll.</p>
<p>Nach den ersten zwei Jahren Bachelorstudium in Kassel, sehe ich nun in Nizza, dass Studieren hier teilweise ziemlich anders abläuft. Organisation, Studieninhalte und Lehrmethoden unterscheiden sich. Wie weit sind also Anspruch und Wirklichkeit der Bologna-Reform voneinander entfernt? Der Anspruch ist die Vergleichbarkeit von Bildung in Europa, so entstand das BA/MA-Systems mit modularisierten Studiengängen und dem Kreditpunktesystems ECTS. Doch bedeutet dies, dass das Studium in ganz Europa nun gleich abläuft und wir alle die gleiche Bildung erfahren, qualitativ wie auch quantitativ?<br />
Mir fällt da der Kurs Arbeitsrecht ein, den ich sowohl in Deutschland als auch in Frankreich zu belegen hatte. Da liegen so viele Welten zwischen, dass man überhaupt nicht vergleichen kann. Ist der Anspruch der europäischen Vergleichbarkeit überhaupt erfüllbar oder eher eine große Illusion? Und ob so ein Ziel erstrebenswert ist, steht noch mal auf einem ganz anderen Blatt… Stellen wir uns doch mal rein hypothetisch einen einheitlichen Stundenplan für Kassel, Kopenhagen, Krakau, Klagenfurt, Groningen, Oslo, Barcelona, Zürich, Aberdeen, Budapest, Nizza…vor. Überall identische Studieninhalte und Prüfungsfragen. Und es wäre womöglich ein elitäres europäisches undemokratisches Gremium im Elfenbeinturm (oder Eiffelturm oder Turm von Pisa), das die Rahmenbedingungen dafür festlegen würde? Ist das nicht eine grauenvolle Vorstellung? Eine europäische Bildungs-Dystopie!<br />
Aber man soll den Teufel nicht an die Wand malen. Wo stehen wir also heute?<br />
Die Bologna-Reform wird in diesem Jahr ihren 13. Geburtstag feiern. Damit wird sie also zum Teenie, die Zeit der Pubertät mit Pickeln und Anpassungsschwierigkeiten. Diese zeichnet sich schon länger ab, besonders deutlich seit 2009, als die Proteste gegen die Reform ihren vorläufigen Höhepunkt fanden. Bereits anlässlich des 10. Geburtstages musste man feststellen, dass dieses Bildungskind Europas keinen einfachen Lebensweg vor sich hatte. Zwar war vielerorts die Umsetzung der Bologna-Vorgaben in vollem Gange, doch es mangelte an Verständnis und Akzeptanz. Die Umsetzung der Bologna-Reform nach dem Top-Down-Prinzip, ohne ausreichend Partizipationsmöglichkeiten für die Betroffenen wurde und wird stark kritisiert, wie auch eine inhaltliche Überfrachtung der Studiengänge. Und wieder kommt die Frage auf, wie wollen wir Studieren und wie kann Europamobilität eigentlich funktionieren. Denn grundsätzlich ist es eine große Bereicherung die Wahl zu haben, in verschiedenen Ländern studieren zu können, Perspektivwechsel zu wagen und dadurch neue Erkenntnisse zu erlangen. Gleichzeitig wird Auslandserfahrung immer mehr als selbstverständlich und vorteilhaft für den Lebenslauf betrachtet. Jedoch man sollte eine Sache nicht um ihrer selber willen machen, sondern aus eigener Motivation und Antriebskraft heraus die Wahl treffen können, wie man sein Studium in die Hand nimmt und gestaltet. Dafür bedarf es eines gewissen Maßes an Zeit und Freiraum um sich dessen bewusst werden zu können. Anstatt immer neue Einschränkungen vorzuschreiben, sollten die Rahmenbedingungen viel mehr diesen Freiraum ermöglichen.</p>
<p><a href="http://medium.asta-kassel.de/wp-content/uploads/2012/01/medium-wahl-frankreich.png"><img class="alignright size-medium wp-image-767" style="border-style: initial; border-color: initial;" title="medium-wahl-frankreich" src="http://medium.asta-kassel.de/wp-content/uploads/2012/01/medium-wahl-frankreich-300x173.png" alt="" width="300" height="173" /></a></p>
<p>Nun wieder etwas konkreter &#8211; Was steht uns in diesem frischen neuen Jahr 2012 bevor?<br />
Es wird ein Wahljahr sein! Und davon sind sowohl Nizza als auch Kassel betroffen. Jedoch nicht ganz im gleichen Ausmaß. In Frankreich stehen am 22. April 2012 die Präsidentschaftswahlen an. „Ça va être chaud“ – da wird es ganz schon abgehen, so sagt man voraus. Wird es zu einer zweiten Legislaturperiode Nicolas Sarkozys (UMP- Union pour un mouvement populaire) kommen oder gewinnt Francois Hollande (Parti Socialiste; größte Oppositionspartei) oder einer der anderen Kandidaten die Wahl? Manche befürchten gar eine Wiederholung des Debakels von 2002, als es zur Stichwahl zwischen Chirac (UMP) und dem rechtsextremen Jean-Marie Le Pen (Front National) kam, dessen Tochter Marine in diesem Jahr kandidiert. Der Front National vertritt eine extrem antieuropäische Haltung und steht für nationalistische, ausländerfeindliche Propaganda. Wie werden außerdem die Grünen abschneiden, die in Frankreich nicht über eine mit Deutschland vergleichbare gesellschaftliche Verankerung verfügen. Sie treten unter dem Namen Europe Écologie Les Verts und unter der Führung von Eva Joly, eine für ihren Kampf gegen Korruption bekannte Juristin, an. Zur Auswahl steht den Wähler*innen also eine bunte Palette an Kandidat*innen. Ich bin gespannt, welche Farbe der neue Anstrich der Republik haben wird. Könnte er vielleicht sogar „weiß“ werden? „Voter blanc[weiß]“ heißt einen leeren oder ungültigen Stimmzettel abgeben, damit also Unzufriedenheit und auch Verdrossenheit ausdrücken. Im Jahr 2007 erreichte die Wahlbeteiligung zwar ein Rekordhoch, denn der Schock von 2002 saß noch tief. Doch wie ist es in diesem Jahr um das Vertrauen und die Hoffnung der Bürgerinnen und Bürger in ihre Repräsentanten bestellt? Im April wissen wir mehr.<br />
Und in Kassel? Da ist es wieder einmal Zeit für die Hochschulwahlen. Vom 24. – 26. Januar haben wir alle die Gelegenheit wählen zu gehen bzw. einen Brief zu schicken.</p>
<p>Wir haben die Gelegenheit zur Wahl, nehmen wir sie wahr!?!</p>
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		<title>Mitreden – studentische Partizipation an der Uni Kassel</title>
		<link>http://medium.asta-kassel.de/artikel/wer-waehlt-was-warum.html</link>
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		<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 08:28:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian Böttger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Campus]]></category>
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		<description><![CDATA[Wer wählt eigentlich was, warum, und wenn ja wie viele?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_757" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://medium.asta-kassel.de/wp-content/uploads/2012/01/gremienuebersicht.jpg"><img class="size-medium wp-image-757" title="Gremienübersicht" src="http://medium.asta-kassel.de/wp-content/uploads/2012/01/gremienuebersicht-300x240.jpg" alt="Gremienübersicht" width="300" height="240" /></a><p class="wp-caption-text">Gremienübersicht</p></div>
<p>Die Mitbestimmungsmöglichkeiten von Studentinnen und Studenten in Hochschulgremien sind gesetzlich vorgeschrieben. Jeder eingeschriebene Studierende ist ein Teil der Studierendenschaft. In jedem Bundesland, außer Bayern und Baden-Württemberg, bildet die Studierendenschaft einer Hochschule eine eigene öffentlich-rechtliche Körperschaft und hat dadurch das Recht und die Pflicht zur Selbstverwaltung und Mitbestimmung. Hierfür gibt sich die Studierendenschaft eine Satzung und beschließt die Höhe der „Mitglieds“-Beiträge. Von den Beiträgen wird die Arbeit der Studierendenschaft finanziert.</p>
<p>Die Möglichkeiten der Einflussnahme sind durch die föderale Struktur der deutschen Hochschulpolitik von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. In Thüringen und Sachsen ist beispielsweise die Legislative und Exekutive der Studierendenschaften im Studierendenrat (StuRa) zusammengefügt, während in den alten Bundesländern wie Hessen und Niedersachsen das Studierendenparlament (StuPa) die Legislative bildet und der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) die Exekutive. Das zweite Modell hat den deutlichen Vorteil, dass das StuPa und dessen Ausschüsse den AStA wählen sowie in seinen Aufgaben und Ausgaben kontrollieren. Wichtige Entscheidungen dürfen nicht vom AStA getroffen werden, sondern bedürfen der Zustimmung des StuPa. Das StuPa wiederum wird jährlich bei den Hochschulwahlen von allen Studierenden gewählt, wodurch die demokratische Einflussnahme eines jeden Mitglieds der Studierendenschaft gewährleistet ist.</p>
<h3>StuPa</h3>
<p>Die Mitglieder des Studierendenparlamentes werden in der Regel von allen eingeschriebenen Studierenden der Hochschule gewählt. Die Wahlperiode dauert ein Jahr. Das Studierendenparlament wird nach dem Prinzip der Listen- oder Verhältniswahl gewählt, bei dem verschiedene mehr oder weniger politisch geprägte Vereinigungen – so genannte „Listen“ – um die Gunst der Studierenden werben und die Parlamentssitze im Verhältnis der auf die jeweiligen Listen abgegebenen Wählerstimmen verteilt werden.</p>
<h3>Senat</h3>
<p>Neben dem Studierendenparlament wählen die Studierenden der Uni Kassel auch die studentischen Mitglieder des Senats, welcher dem Präsidium auf die Finger schaut, sowie bei Angelegenheiten welche die gesamte Uni betreffen zustimmen muss.</p>
<h3>Fachschaftsräte</h3>
<p>Wie alle Studierenden einer Hochschule die Studierendenschaft bilden, so bilden alle Studierenden eines Fachbereichs die Fachschaft, welche vom jeweiligen Fachschaftsrat vertreten werden (im weiteren Sinne, denn durch die Zusammenlegung von Fachbereichen darf es nun auch mehrere Fachschaftsräte pro Fachbereich geben). Die Fachschaftsräte sind also die studentischen Vertreter eines Fachbereichs und beteiligen sich an Fachbereichsausschüssen, wie den Prüfungsausschuss oder den Studienausschuss. Gibt es konkrete Probleme für Studierende am Fachbereich, ist der Fachschaftsrat der erste Ansprechpartner.</p>
<h3>Fachbereichsrat</h3>
<p>Ähnlich des Senats trifft der Fachbereichsrat wichtige Entscheidungen, die allerdings nicht die gesamte Hochschule, sondern nur den Fachbereich betreffen. Auch in die Fachbereichsräte werden jeweils drei studentische Vertreter bei den Hochschulwahlen gewählt.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Generation Praktikum – Das dezentrale Heim junger Menschen</title>
		<link>http://medium.asta-kassel.de/artikel/generation-praktikum-das-dezentrale-heim-junger-menschen.html</link>
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		<pubDate>Thu, 19 Jan 2012 17:36:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marc Lüdemann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Absolventen]]></category>
		<category><![CDATA[Generation Praktikum]]></category>
		<category><![CDATA[Praktikum]]></category>
		<category><![CDATA[Prekariat]]></category>

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		<description><![CDATA[Das so genannte Prekariat besteht auch aus Akademikern. Seit Jahren ist bekannt, dass tausende Hochschulabsolventen sich von einem Praktikum zum nächsten hangeln – ohne Bezahlung, ohne Perspektive auf Festanstellung. In der Öffentlichkeit redet aber kaum noch jemand über diese Ausbeutung.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://medium.asta-kassel.de/wp-content/uploads/2012/01/kopierer.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-748" title="kopierer" src="http://medium.asta-kassel.de/wp-content/uploads/2012/01/kopierer-222x300.jpg" alt="" width="222" height="300" /></a>Die ‚Generation Praktikum’ ist allen ein Begriff. Jeder glaubt zu wissen was gemeint ist, wenn er von ihr hört. Sachverhalte, deren bestimmende Begriffe einmal in den kollektiven Sprachgebrauch eingegangen sind, gelten als geklärt. Der ‚kategorische Imperativ’ wird problemlos abgenickt, genauso wie sich jeder mit dem Modell des ‚Zeitgeschehens’ bestens auskennt. Die Begriffe verlieren durch ihren alltäglichen Gebrauch ihre Fragwürdigkeit. Ihre Unerhörtheit hat sich in dem Brei des Gewöhnlichen aufgelöst, sie sind keine Neuheiten mehr. Auf diese Weise werden die Sachverhalte, die sie bezeichnen, selbstverständlich.</p>
<p>So gilt es als selbstverständlich, wenn sich ein Hochschulabsolvent, nennen wir ihn Felix, ein halbes Jahr nach seinem Abschluss, mit einem Rucksack auf dem Rücken in irgendeinem Zug nach Nirgendwo befindet, um dort sein drittes Praktikum anzutreten. Natürlich unbezahlt, dafür ersetzt Felix eine volle Stelle, arbeitet offiziell vierzig Stunden in der Woche, ist aber mit jeder Überstunde dem Gefühl näher gebraucht zu werden und bringt sich bis zum Letzten ein. Kurz vor Ende lernt er Felix II ein, der übernimmt und mit der gleichen Energie an der selben Stelle weitermacht, wo Felix I aufgehört hat für den Betrieb wichtig zu sein: ein Kreis schließt sich. Felix bekommt kein Geld und dennoch ist Felix ein notwendiger Teil des Betriebs, ohne ihn würde es nicht laufen, er ist der unbezahlte Mitarbeiter und er ist leidensfähig.</p>
<p>Vor ein paar Jahren hat die ‚Generation Praktikum’ medienwirksam auf sich aufmerksam gemacht. Dabei haben Praktikanten ihr Gesicht hinter immer der gleichen Maske versteckt: denn sie sind gesichtslos, sie sind der unbezahlte Mitarbeiter. Sie sind Felix, der Glückliche, der Berufserfahrung sammeln darf, der zu professioneller Arbeit angeleitet wird, der aber ohne Aussicht auf eine Festanstellung kommt und wieder gehen darf. Dem gegenüber niemand Verantwortung hat, der nicht versichert werden darf, für den kein Geld da ist und der noch froh sein kann. Er ist die Einsparung des Unternehmens, die ein kalkuliertes Wachstum garantiert. Felix ist das personifizierte Wirtschaftswachstum.</p>
<p>Hat Felix selber schuld? Hat er sich nicht entsprechend ausgebildet, musste es nicht schiefgehen, wenn er sich für einen Zweig entschieden hat, an dem schon so lange gesägt wird, oder soll er sich sogar freuen, weil es doch sowieso ein Happy End geben wird und er der Auferstandene sein wird. Irgendwann der sein wird, der auf eine ungeheuer spannende Zeit zurückblickt. In der er in einem Jahresumlauf in acht verschiedenen Städten war, Menschen kennengelernt hat, sich über Nebenjobs zum Praktikum finanziert hat, kaum Zeit hatte sich weiter zu bewerben, geschweige denn ein Privatleben zu führen.</p>
<p>Die ‚Generation Praktikum’ gibt es noch, sie ist nur selbstverständlich geworden, man hat sich daran gewöhnt, dass zu einem funktionierenden Betrieb, der schwarze Zahlen schreibt, Mitarbeiter gehören, die gesichtslos sind. Vor allem im kulturellen Betrieb ist die Lage verheerend. Während in vielen wirtschaftlichen und technischen Berufen Praktika finanziell entlohnt werden, gibt es in den kulturellen Betrieben, sozialen Berufen und &#8216;kreativen Berufsfeldern&#8217; fast nie eine solche Entlohnung, die einen zumindest an die Armutsgrenze heben würde. Die Pointe ist an Bitterkeit schwer zu übertreffen. Der kulturelle Betrieb zum Beispiel kritisiert an den wirtschaftlichen Betrieben deren ausbeuterische Prinzipien und spielt dabei in forciertem Tempo die selbe Melodie. Die Mehrzahl der kulturellen Betriebe hat sich den Kampf gegen einen enthumanisierenden Kapitalismus auf die Fahnen geschrieben; tatsächlich erfinden sie damit ein verkaufsträchtiges Label für ihre jeweiligen Produktreihen. Sie inszenieren sich als letzte Stätten der conditio humana, als mahnendes Sprachrohr, das den ewigen Verlust und Untergang der Würde des Menschen entsetzt ausruft. Die Kehrseite dieses Pathos ist gewaltig und findet sich auch auf bundespolitischer Ebene, auch hier wird dem Vorwurf der Ausbeutung von Hochschulabsolventen entsprochen. In neun der 14 Ministerien erhielten Praktikanten im vergangenen Jahr grundsätzlich keine Bezahlung. Allein das Innen- und Justizministerium entlohnt Praktikanten mit 50 bis 511 Euro.(Quelle: <a href="http://www.fairwork-ev.de">www.fairwork-ev.de</a>)</p>
<p>Nur gut, dass Felix Klara kennt. Klara weiß mehr, denn Klara hat einen Job. Klara arbeitet in einem 5 Sterne Graphikbüro, in einem Loft mit Blick auf den Industriehafen. Doch wenn Sie von ihrem Job erzählt, dann geht es selten um die schöne Aussicht und das tolle Büro, sondern eher darum, dass die Transparenz des Arbeitsplatzes bedeutet, dass jeder sieht, wenn sie mal eine Pause macht, auf Toilette geht, sich was zu trinken holt, oder in der Sprache des Chefs: nicht arbeitet. Die schöne Transparenz des modernen Arbeitsplatzes entpuppt sich als Überwachungsstrategie. Wie Felix fehlt auch Klara die Möglichkeit sich mündig im Betrieb zu bewegen, denn sie ist wie er von einem guten Zeugnis abhängig, so sind unbezahlte Überstunden all inclusive.</p>
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		<title>Warum wählen gehen?</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Jan 2012 17:12:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Filip Heinlein</dc:creator>
				<category><![CDATA[Thema]]></category>
		<category><![CDATA[2012]]></category>
		<category><![CDATA[Hochschulpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Hochschulwahl]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>

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		<description><![CDATA[Jedes Jahr in der letzten Januar-Woche werden die Studierenden der Universität Kassel zur Urne gebeten, um die Besetzung von Senat, Studierendenparlament (Stupa), Fachschaftsrat (FSR) und Fachbereichsrat (FBR) neu festzulegen. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_741" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://medium.asta-kassel.de/wp-content/uploads/2012/01/geh_waelen.jpg"><img class="size-medium wp-image-741" title="" src="http://medium.asta-kassel.de/wp-content/uploads/2012/01/geh_waelen-300x195.jpg" alt="Walter (auch Walle genannt), der Hochschulwal" width="300" height="195" /></a><p class="wp-caption-text">Walter (auch Walle genannt), der Hochschulwal</p></div>
<p>Gilt dies bei Stupa und FSR absolut – was heißt, dass die Studierendenschaft diese Gremien vollständig autonom wählt und besetzt, bedeutet dies für Senat und FBR jeweils nur eine Besetzung von Studierenden in einer genau festgelegten Zahl, zusätzlich zu Professor*innen und Mitarbeiter*innen. Hier werden die Studierenden unserer Universität jeweils mit 3 Sitzen „abgespeist“, kaum mit der Möglichkeit ausgestattet alleine in die Belange der sogenannten akademischen Selbstverwaltung einzugreifen, da den Professor*innen durch das hessische Hochschulgesetz eine absolute Mehrheit der Sitze in Senat und auch jeweiligem FBR zugesichert wurde.</p>
<p>Nun stellt sich also die Frage, warum wählen gehen, wenn doch scheinbar klar ist, dass die Studierendenschaft der Universität Kassel in der akademischen Selbstverwaltung eine kleine Minderheit ist? Zum einen lässt sich hierauf erwidern, dass nicht nur der akademische Teil der Selbstverwaltung gewählt wird, sondern auch der studentische Teil – die studentische Selbstverwaltung – aus der die Verfasste Studierendenschaft (VS) hervorgeht. Hier wählt Ihr, wie zu beginn kurz erwähnt, Stupa und FSR eures Fachbereiches. Das Stupa ist hierbei das legislativ Organ der VS, welches dann den Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) – das exekutiv Organ der VS – wählt. Hier werden weitreichende Entscheidungen getroffen, welche den Studierendenalltag erleichtern und verbessern. So wird hier das Semesterticket verhandelt, die Autonomen Referate sind Institutionen des AStA, es gibt eine Rechtsberatung, eine Bafög- und Sozialberatung, eine Lehramtsberatung, es werden verschiedene Aktionen der politischen Bildung durchgeführt, die studentische Kultur wird im AStA koordiniert und auch das K 19, das Cafe Desasta und die Fahrradwerkstatt sind Einrichtungen des AStA. Darüber hinaus sind wir eure politische Interessenvertretung (sowohl nach innen, wie auch nach außen). Bei dieser Wahl treten politische Listen gegen einander an und deshalb heißt das für euch: Wollen wir diese Einrichtungen, Angebote und Interessenvertretung aufrecht erhalten, oder wählen wir politische Kräfte, die das nicht wollen. Dafür bedarf es einer hohen Wahlbeteiligung und eure Stimmen. Die Fachschaftsräte sind wohl am nächsten an euch dran und können euch schneller und flexibler helfen, als der AStA (zumindest wenn es um spezifische Probleme in euerem Studiengang geht). Hier sitzen Kommilitonen von euch, die eure Probleme genau kennen und euch weiterhelfen. Hier werden Beratungen angeboten und Probleme zwischen Studierenden und Proffesor*innen angesprochen und geklärt. Anders als beim Studierendenparlament handelt es sich bei den meisten Wahlen der FSR um Personalwahlen.</p>
<p>Kommen wir nun zur anderen Seite der Frage: Warum wählen gehen? Nämlich der akademischen Selbstverwaltung. In Senat und jeweiligen FBR entsendet wie gesagt die Studierendenschaft der Universität Kassel 3 studentische Vertreter*innen. Auch wenn wir hier in der Minderheit sind, so kamen aus der Studierendenschaft wichtige Anregungen und Abstimmungsverhalten im Senat. So lag es vor allem an den studentischen Vertretern im Senat, dass: Anwesenheitslisten abgeschafft wurden, bis auf ganz wenige begründete Ausnahmen keine festen Notengrenzen zum Master mehr bestehen und dass die demokratische Beteiligung von studentischen Vertretern in der QSL-Kommision (Ersatzmittel für Studiengebühren) erreicht wurden. Auch ist es immer wichtig, dass die Studierendenschaft ihr Recht an der Partizipation in Senat und FBR wahrnimmt. Wie wichtig dies im Einzelfall sein kann hat ein gemeinsames agieren von AStA und studentischen Vertreter*innen des FBR 07 gezeigt. Aufgrund des studentischen Engagements konnten die auslaufenden Diplom Studiengänge verlängert werde und so wurde vielen Komiliton*innen ermöglicht ihr Studium erfolgreich abzuschließen.<br />
All dies ist wichtig bei der Frage: Warum wählen gehen? Um all dies möglich zu machen und die Stimme der Studierendenschaft auch weiterhin so deutlich hörbar zu machen braucht es euch und euren Willen zur Wahl zu gehen. Und mal unter uns: eine Wahlbeteiligung von 26% wie im letzten Jahr können wir alle zusammen doch problemlos knacken.</p>
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		<title>„Der Herbst wird heiß!“</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Dec 2011 07:51:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sarah Maria Kaiser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausland]]></category>
		<category><![CDATA[Empörung]]></category>
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		<description><![CDATA[Abenteuer Europamobilität – Bachelor Kassel-Nizza]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://medium.asta-kassel.de/wp-content/uploads/2011/12/demo.jpg"><img src="http://medium.asta-kassel.de/wp-content/uploads/2011/12/demo-300x225.jpg" alt="" title="demo" width="300" height="225" class="alignright size-medium wp-image-729" /></a>Nizza, 1.11.11 „Le peuple d‘abord pas la finance!“, unter diesem Motto zieht bei strahlendem Sonnenschein eine empörte Menge durch die Außenbezirke der konservativ regierten französischen Mittelmeerstadt. „Empört euch!“ &#8211; Um die 10.000 Globalisierungskritiker aus den verschiedensten Lagern marschieren gemeinsam um ein Zeichen zu setzen; der Empörung über die undemokratischen und kriminellen Machenschaften der Finanzeliten Ausdruck zu verleihen. Anlass dazu gibt diesmal der G20-Gipfel im hermetisch abgeriegelten Cannes, ein Spaß der übrigens etwa 20 Millionen kostet. Da unsere hochgeschätzten Volksvertreter in einer derartigen Festung tagen, findet die Gegendemonstration in Nizza statt. Die freigegebene Route liegt selbstverständlich außer Sichtweite von Luxushotels und reichen Touristen. Die wollen lieber weiter in ihrer Glitzerscheinwelt abseits von realen katastrophal ungleichen Verhältnissen leben und ihr Geld verprassen. Dass unseren heiligen Banken auch ja nichts passiert, dafür sorgt die Polizei. Ein Aufgebot sondergleichen begleitet den Demonstrationszug, alle Seitenstraßen sind blockiert, am Himmel kreisen Helikopter, Scharfschützen sitzen auf den Dächern, der Yachthafen wird von Spezialteams bewacht, in der Bucht vor Cannes kreuzen U-Boote. Fazit des ganzen Spektakels: Sarkozy profitiert ganz „diskret“ von Obamas Besuch für seine Wahlkampfkampagne und lässt sich dann von ihm dazu gratulieren, dass seine neugeborene Tochter glücklicherweise nach ihrer Mutter käme. Wenn Politik selbst zur Satire wird… Da fehlen einem doch die Worte.</p>
<p>Doch halt, falsch: wir dürfen nicht verstummen angesichts all dessen, was uns nicht gefällt! Denn nach „Indignez-vous“ kommt „Engagez-vous“!! Stefan Hessel spricht an, dass Widerstand gegen Ungleichheiten im Wirtschaftsleben und die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich schwieriger und komplexer ist als sich gegen eine konkrete Besatzungsmacht aufzulehnen. Umso mehr gilt es kritisch hinzuschauen – nachzudenken &#8211; zu hinterfragen. Und dort, worüber man sich am meisten empört, da engagiert man sich dann.</p>
<p>An dieser Stelle schalten wir zurück in mein UNIversum. Drei Monate Uni in Nizza: Was soll ich sagen…das Universitätssystem ist ein anderes. Powerpoint-Präsentationen und Overheadprojekte freuen sich nicht gerade größter Beliebtheit, dafür wird Frontalunterricht mit viel diktiertem Text geboten. Einstündige Unterrichtseinheiten folgen einander, teils ohne Pausen. Dass während der Kurse nicht gegessen wird und man auch nicht einfach aus Lust und Laune den Raum verlässt ist selbstverständlich. Wie wollen wir heute studieren? das ist schon eine schwierige Frage.</p>
<p>Denn wo die einen von Selbstständigkeit, Freiheit und Mündigkeit sprechen, schimpfen die anderen über Faulheit, Disziplinmangel und Respektlosigkeit. Andersherum betrachtet könnte man Frontalunterricht und mangelnde Selbstbestimmung beim Lernen auch die Möglichkeit nennen, durch eine andere Form des Input und einer verstärkten Prüfungsdichte auf ein Leben in Wettbewerbszeiten vorbereitet zu werden. Um ehrlich zu sein, erst durch den Perspektivwechsel merke ich, dass die zwei Jahre an der Universität in Kassel viel freier und selbstbestimmter waren, als es mir damals bewusst war. Was aber kein Grund sein soll, sich dort mit dem Status Quo zufrieden zu geben, denn Gründe zur Empörung gibt es weiterhin genug, das wissen wir ja alle. „Der Herbst wird heiß!“ – in Nizza sind es die Temperaturen, in Kassel der Bildungsstreik??</p>
<p>Und Nizza sonst so? Nach sintflutartigen Regenfällen und Sturmwinden herrscht nun wieder eitel Sonnenschein! Bei Temperaturen um die 20°C lässt sich der November eigentlich recht gut ertragen. Der überdimensionale „schneebedeckte“ Weihnachtsbaum in der Innenstadt wirkt da komischerweise irgendwie fehl am Platz. Doch es lässt sich nicht leugnen, bald ist Weihnachten… Der Weihnachtsmarkt wird aufgebaut, da kann man dann Glühwein für teures Geld trinken. Apropos, die Preise in Nizza unterscheiden sich durchaus von denen in Kassel – wer hätt’s gedacht. Aus 200 Euro für 20 m² werden dann mal locker an die 500 Euro für die Hälfte an Platz. Und an Einrichtungen wie dem K19 oder der Mutter mangelt es doch sehr. Zwar finden sich bei gründlicher Suche auch ein paar Kneipen, in denen ein kleines Bier weniger als 5 Euro kostet, doch für Jägermeister zahlt man eher 6 Euro als bloß einen. Zum Thema Klischees noch ein letztes Wort: Der 11.November, ein denkwürdiger Feiertag! Es wird das Ende des ersten Weltkrieges, somit der Sieg über die Deutschen gefeiert. Selbst die Stadtbusse sind mit Fähnchen in „Bleu-Blanc-Rouge“ verziert, und der Wind, so meint man, weht zu Klängen der Marseillaise. Auf die Frage eines Franzosen, warum der 11.November denn in Deutschland kein Feiertag sei, muss ich hier wohl nicht antworten. Da wird (um 11h11) wohl was anderes gefeiert.</p>
<p>Joyeux Noël et à très bientôt!</p>
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		<title>QSL – Was soll’n das schon wieder sein?</title>
		<link>http://medium.asta-kassel.de/artikel/qsl-was-solln-das-schon-wieder-sein.html</link>
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		<pubDate>Tue, 20 Dec 2011 14:52:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nora Stiegemeyer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzierung]]></category>
		<category><![CDATA[Hochschulfinanzierung]]></category>
		<category><![CDATA[Lehre]]></category>
		<category><![CDATA[QSL]]></category>
		<category><![CDATA[Studiengebühren]]></category>
		<category><![CDATA[Studium]]></category>

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		<description><![CDATA[Hinter der Abkürzung QSL stehen einige Millionen Euro, die für die Sicherung der Qualität von Studium und Lehre an den Hochschulen verwendet werden sollen. Studierende können maßgeblich entscheiden wo das Geld hinfließt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://medium.asta-kassel.de/wp-content/uploads/2011/12/500.jpg"><img src="http://medium.asta-kassel.de/wp-content/uploads/2011/12/500-300x223.jpg" alt="" title="500" width="300" height="223" class="alignright size-medium wp-image-709" /></a>Er klingt immer ein wenig im Hinterkopf mit. Der Song „MfG“, mit dem die Fantastischen Vier vor gut zehn Jahren in den Charts immerhin Platz zwei belegten. Das tiefe Verlangen der Menschen alles nur Denkbare abzukürzen, wird in dem Fantasong auf die Schippe genommen. Der Dschungel der Abkürzungen scheint zunehmend undurchdringlicher.<br />
Dabei gibt es Abkürzungen, mit denen man sich schon mal näher auseinander setzen sollte. Zum Beispiel „QSL“ – Qualität der Studienbedingungen und der Lehre. Hört sich erst einmal trocken an, ist aber für die Studierenden nicht unwichtig. Denn als die Studiengebühren gingen, musste ein Topf vom Land Hessen aufgemacht werden, durch den eben die Qualität der Lernbedingungen gewährleistet bleibt. Dabei geht es immerhin um zehn Millionen Euro alle zwei Jahre, die gerecht an der Hochschule verteilt werden müssen.</p>
<p>Das QSL-Gremium ist an der Uni Kassel paritätisch, also mit einer gleichen Zahl von Studierenden und Angestellten der Universität (bspw. Professoren) besetzt. Die Kommission hat insgesamt zwölf Mitglieder.<br />
Diese zwölf Mitglieder treffen sich ein oder zwei Mal im Jahr und stimmen über Anträge ab. Die Anträge werden (auch paritätisch!) zuvor in den einzelnen Fachbereichen ausgetüftelt. Auch vom Studentenwerk, dem AStA oder anderen Einrichtungen der Uni können Anträge an die QSL-Kommission gestellt werden.<br />
Dabei können die Projekte völlig unterschiedlicher Natur sein. Auf der einen Seite werden mit den Geldern beispielsweise studentische Projekte des Projektrates im AStA mitfinanziert. Es können damit aber auch Studierendenjobs geschaffen werden. Auch Beratungs- und Betreuungsangebote und neues Mobiliar können mit den Geldern geschaffen oder angeschafft werden. Hauptsache ist, dass die Projekte direkt die studentische Lehre fördern.<br />
Diese Gelder verbessern sozusagen unser Unileben ohne, dass wir groß etwas davon mitbekommen.<br />
Wir sind also die Studiengebühren los und haben dafür die QSL-Mittel. Es lohnt sich halt doch manchmal zu schauen, was hinter einer Abkürzung steckt.</p>
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		<title>Empört Euch! – Ein alter Mann weckt die Jugend auf</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Dec 2011 09:04:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian Böttger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Empörung]]></category>
		<category><![CDATA[Essay]]></category>
		<category><![CDATA[Hessel]]></category>
		<category><![CDATA[Occupy]]></category>
		<category><![CDATA[Résistance]]></category>

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		<description><![CDATA[„Neues schaffen heißt Widerstand leisten. Widerstand leisten heißt Neues schaffen.“ ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_698" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://medium.asta-kassel.de/wp-content/uploads/2011/12/Stephan-Hessel.jpg"><img class="size-medium wp-image-698" title="Stephan-Hessel" src="http://medium.asta-kassel.de/wp-content/uploads/2011/12/Stephan-Hessel-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Stéphan Hessel, aus Wikipedia</p></div>
<p>Mit diesen Worten endet die 14-seitige Streitschrift „Empört Euch!“ des gebürtigen Berliners und späteren Résistance-Mitglied Stéphan Hessel. Mit dem in zahlreiche Sprachen übersetzten und millionenfach verkauften Bestseller hat der französische Diplomat den Nerv der Zeit getroffen. Die „Indignados“ (Die Empörten) am Plaça de Catalunya in Barcelona, die monatelang campierten und demonstrierten, verwendeten dieses Essay gar als Namensgeber. Das im Jahr 2010 verfasste Büchlein liest sich wie ein Weckruf. Ausgangspunkt der Erzählung ist die Résistance, deren Werte Hessel mit den heutigen Verhältnissen in Frankreich und Europa vergleicht. Zornig beschreibt der alte Mann, der auf Fotos und im Fernsehen eher sympathisch und nachdenklich wirkt, wogegen man sich empören kann: den Finanzkapitalismus, welcher Demokratie und soziale Errungenschaften bedroht; gegen die westliche Welt, die durch Abschiebungen von Flüchtlingen die Menschenrechte untergräbt.</p>
<div class="info" style="border: 1px dotted #999; background: none repeat scroll 0 0 #F2F2F2; padding: 1em; width: 300px; float: left; margin: 0 1em 1em 0; font-size: 13px; font-style: normal; font-family: Arial, Verdana,sans-serif;">
<h3>Infobox</h3>
<p>Stéphane Hessel: „Empört euch!“ Aus dem Französischen von Michael Kogon. Ullstein Buchverlage, Berlin 2011. 32 S., br., 3,99 €.</p>
</div>
<p>Er verurteilt Israels Politik im Gaza-Streifen als Demütigung der Palästinenser und er empört sich über Lobbyismus, welcher der Politik diktiert wie sie zu handeln hat. Der 95-jährige verlangt Empörung von uns, der jungen Generation. Er stellt die Frage, wer etwas gegen die Zustände tun sollte, wenn nicht wir. Aber ist es nicht schon empörend, dass ein alter Mann die Jugend aufwecken muss?</p>
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		<title>Baustelle Uni-Campus</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Dec 2011 09:15:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Felix Kirsch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Campus]]></category>
		<category><![CDATA[Baustelle]]></category>
		<category><![CDATA[Campus-Nord]]></category>
		<category><![CDATA[HCC]]></category>
		<category><![CDATA[Lucius-Burckhardt-Platz]]></category>
		<category><![CDATA[Mensa]]></category>
		<category><![CDATA[Uni Kassel]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Uni baut und baut und baut und Studierende müssen mit starken Einschränkungen im Studienalltag rechnen. Im Sommer 2012 wird sogar für voraussichtlich zwei Monate die Mensa komplett gesperrt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_635" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://medium.asta-kassel.de/wp-content/uploads/2011/12/IMG_2485.jpg"><img class="size-medium wp-image-635" title="Baustelle HCC" src="http://medium.asta-kassel.de/wp-content/uploads/2011/12/IMG_2485-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Baustelle HCC</p></div>
<p>Seit kurzem gibt es auf dem Campus am HoPla eine weitere Attraktion: Den Bauzaun mit dazugehöriger Baustelle. Groß und laut genug, so dass sie wohl schon jedem aufgefallen ist. Aber das Geheimnis ist kein Großes: Die Uni wird erweitert. Doch was genau geschieht denn zurzeit?</p>
<p>Was im Moment Priorität hat, ist das neue Hörsaal Campus Center (HCC). Es entsteht zwischen Arnold-Bode-Straße und Moritzstraße, auf dem ehemaligen Parkplatz der Universität. Vor kurzem wurde der Platz planiert und Erde ausgehoben und einige notwendige Anschlüsse wurden bereits gesetzt – aber der Großteil steht noch an.</p>
<p>Gleich nebenan findet die Erweiterung der Zentralmensa statt. Dort, zur Ahna hin, wird der Sitzbereich um ca. 400 Plätze ergänzt. Außerdem wird der Ausgaben –und Küchenbereich umgebaut. Fertigstellung hierfür ist Ende 2012 gesetzt.</p>
<p>Obwohl beide Baustellen (noch) am Rand des Campus liegen sind die Studierenden in mehrerer Hinsicht betroffen. Zum einen wird die Bewegungsfreiheit durch die Absperrungen stark eingeschränkt. Findet eine Veranstaltung in den Systembauten statt, so muss oft ein großer Umweg gelaufen werden – von den Gefahren des Baustellenverkehrs ganz zu schweigen. Zweiter, omnipräsenter Störfaktor ist aber natürlich der Lärm. Von beiden Baustellen geht nahezu durchweg Lärm aus. Somit wurden die Büros aus der Arnold-Bode-Straße bereits an andere Standorte verlegt. Allerdings finden immer noch Seminare statt – trotz Bagger und Bohrer. Der Geräuschbelastung in der Mensa kann man sich nicht so einfach entziehen. Zwar machen natürlich auch die Bauarbeiter Pause, aber oft überschneiden sich Bau- und Essenszeiten. Das geht soweit, dass Angestellte der Mensa oft schon Ohrstöpsel benutzten müssen. Aber natürlich finden auch einige Gäste es als unangenehm.</p>
<div id="attachment_636" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://medium.asta-kassel.de/wp-content/uploads/2011/12/IMG_2486.jpg"><img class="size-medium wp-image-636" title="Baustelle Mensa" src="http://medium.asta-kassel.de/wp-content/uploads/2011/12/IMG_2486-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Baustelle Mensa</p></div>
<p>Doch wen trifft die Schuld an diesem Chaos? In einem Gespräch mit Frau Beata Lejman und Frau Claudia Brinker-von der Heyde stellt die Universitätsleitung die Angelegenheit aus ihrer Sicht dar.</p>
<p>Frau Brinker-von der Heyde kann den Unmut über die momentane Situation durchaus nachvollziehen, vor allem, dass die Verlegung der Abwasserleitung vor der Zentralmensa zur Baustelle hin ausgerechnet zu Beginn des Semesters angefangen wurde. Frau Brinker-von der Heyde ist Professorin im FB 02 für Germanistik und seit 2009 Vizepräsidentin der Universität Kassel.</p>
<p>Frau Beata Lejman erklärte, dass dies oft auf die langen Prozessketten und vielen Instanzen zurück zu führen sei. Durch verschiedene Prüfungen, finanzielle Planung und Absegnung des Vorhabens dauere es seine Zeit. Somit konnte der Bauauftrag erst im September 2011 vergeben werden also gerade zu Beginn des Wintersemesters.</p>
<p>„Da auch die Universität selbst nicht Bauherr ist, sondern das Hessische Baumanagement, kann eine einwandfrei Koordinierung der einzelnen Bauphasen mit dem Semesterplan nicht immer gewährleistet werden“, erklärt die diplomierte Architektin, welche in der Abteilung Bau, Technik und Liegenschaften im Bereich der baulichen Entwicklungsplanung der Universität Kassel zuständig ist.</p>
<p>Zudem kämen auch externe Faktoren, wie die Änderung der Marktpreise und damit verbundene Neuplanung der Finanzierung, hinzu. Dadurch könnten weitere außerplanmäßige Verzögerungen eintreten.</p>
<p>Trotzdem schreiten die Baumaßnahmen stetig voran – weil sie es auch müssen. Der bereits vorhandene Mangel an Räumlichkeiten, vor allem für Großveranstaltungen, kann durch den Bau des HCC wenigstens ein bisschen gemildert werden. Jedoch entsteht nun eine Generation von Studenten, welche nur die Belastungen, aber nicht mehr die Ergebnisse des Ausbaus erleben wird. Das ist zwar ärgerlich, aber unvermeidlich. Doch ist es bei weitem ja nicht die erste (und letzte) Baustelle an der Uni. Allerdings bereitet sich auch die Uni auf eine nicht ganz unproblematische Phase vor.</p>
<p>Die für die Erweiterung der Zentralmensa benötigte Schließung wird voraussichtlich zwei Monate betragen. Dies soll in den Sommersemesterferien 2012 geschehen. Um den Ausfall zu kompensieren, werden die Öffnungszeiten des K10 geändert, sowie das Angebot der Cafeterien (Torcafe und Pavillon) um warme Mahlzeiten erweitert.</p>
<p>Des Weiteren soll eine Sperrung der Moritzstraße für einen bessern Ablauf der Baumaßnahmen sorgen. Dies würde auch zu einer allgemeinen Verbesserung der Verkehrssituation und zu mehr Sicherheit führen, vor allem für Benutzer der Systembauten. Dieses Vorhaben liege allerdings bei der Stadt Kassel und die Universität hätte auf die Entscheidung keinen Einfluss, erklärt Frau Brinker-von der Heyde. Der Antrag dafür sei bereits gestellt worden.</p>
<p>Auch die Bauleitung versuche den Lärmpegel so gering wie möglich zu halten. Nicht benutzte Baumaschinen sollen ausgestellt werden und es sollen regelmäßig Schallmessungen durchgeführt.</p>
<p>Die durch den Bau des HCC weggefallenen Parkplätze wurden durch den neuen Parkplatz an der Mombachstraße bereits ersetzt – sogar mit Wachdienst, was gerade in der dunklen Jahreszeit von Vorteil sei.</p>
<p>Auch in der Vergangenheit seien Studierende mit solchen Problemen konfrontiert gewesen – wenn auch nicht in Ausmaß wie dem jetzigen. Frau Lejman, welche die Baumaßnahmen der 90er bereits selbst als Studentin miterlebte, empfand es eher als etwas Spannendes: „Hier entsteht etwas Neues; die ehemalige Gesamthochschule will wachsen“.</p>
<p>Weitere Baumaßnahmen aus der nahen Vergangenheit, wie zum Beispiel die Gebäude an der Kurt-Wolters-Straße für Sprachen und Musik, gingen meistens an der Beachtung der Studierenden vorbei – was wohl auch an der Randlage der Standorte liegt.</p>
<p>Auch in Zukunft wird an mehreren Standorten am HoPla gebaut werden – nicht nur wegen der Neuerschließung des Campus-Nord. Viele bestehende Gebäude, wie das ITS-Center (ehem. HRZ) sowie Technik I/II, aber auch die Bibliothek – um nur einige zu nennen – haben Sanierungsbedarf. Somit wird sich wohl die nächsten 5 Jahre einiges an der Uni tun – welche Herausforderungen auf uns noch zukommen, bleibt abzuwarten.</p>
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