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	<description>medium² Onlinemagazin – Universität Kassel</description>
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		<title>„Ich finde Kassel gar nicht hässlich, nur eben anders“</title>
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		<pubDate>Wed, 16 May 2012 18:10:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eva Wagner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Thema]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer zum Studium nach Kassel zieht, womöglich noch aus einer „echten“ Großstadt, der ist zumeist wenig angetan vom dörflichen Charme der Stadt und der ganz eigenen Ästhetik von Königsplatz, Stern oder der Gegend um den Hauptbahnhof. Gerade die Studenten, die täglich nach Kassel pendeln, sehen auf dem Weg zum Hopla selten mehr als überfüllte Trams [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Wer zum Studium nach Kassel zieht, womöglich noch aus einer „echten“ Großstadt, der ist zumeist wenig angetan vom dörflichen Charme der Stadt und der ganz eigenen Ästhetik von Königsplatz, Stern oder der Gegend um den Hauptbahnhof. Gerade die Studenten, die täglich nach Kassel pendeln, sehen auf dem Weg zum Hopla selten mehr als überfüllte Trams und die triste Kasseler Innenstadt.<a href="http://medium.asta-kassel.de/wp-content/uploads/2012/05/Bild-11.png"><img class="aligncenter size-medium wp-image-908" title="Bild 1" src="http://medium.asta-kassel.de/wp-content/uploads/2012/05/Bild-11-300x284.png" alt="" width="300" height="284" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Dabei hat Kassel mit seinen unterschiedlichen Stadtteilen viel mehr zu bieten! Wir haben Euch nach Euren Lieblingsplätzen in der Stadt gefragt und auch einige kritische Stimmen eingefangen. Lasst Euch inspirieren und verratet uns Eure Geheimtipps!</p>
<address style="text-align: justify;">Sophie, 23, studiert Englisch und Französisch auf Lehramt</address>
<p style="text-align: justify;">„Zu meinen Lieblingsplätzen in Kassel gehört die Mutter in der Nordstadt, weil dort die beste Musik läuft und auch Rauchen erlaubt ist. Schade finde ich, dass das Kasseler Fulda-Ufer nicht besser genutzt wird; dort fehlen zum Beispiel Cafés und Sitzecken.“</p>
<p style="text-align: justify;">Die Mutter findet Ihr in der Bunsenstr. 15. Sophies liebste Veranstaltung ist das regelmäßig stattfindende Kingsize Casino.</p>
<address style="text-align: justify;">Christian, 35, studiert Germanistik und Philosophie</address>
<p style="text-align: justify;">„Wenn ich mich nach Ruhe sehne, gehe ich in die Karlsaue. Im dortigen Vogelschutzgebiet kann man ungestört lesen oder einfach nur träumen. An Kassel stört mich, dass man immer lange Wege zurücklegen muss, um von A nach B zu gelangen. Auch eine klassische Innenstadt fehlt mir.“</p>
<address style="text-align: justify;">Dave, 26, studiert Soziologie</address>
<p style="text-align: justify;">„Das coolste und gar nicht spießige Viertel Kassels ist für mich die Nordstadt. In der Gottschalkstraße, um den Schlachthof und im Nordstadtpark trifft man immer interessante Leute. Da ich aus der Fachwerkstadt Wernigerode komme, vermisse ich in Kassel vor allem geschichtsträchtige Gebäude. Andererseits ist das eben der typisch kühle Charme Kassels.“</p>
<p style="text-align: justify;">Der Schlachthof befindet sich in der Mombachstr. 10-12 und bietet ein abwechslungsreiches Konzertprogramm.</p>
<address style="text-align: justify;">Alina, 22, studiert Englisch und Spanisch auf Lehramt</address>
<p style="text-align: justify;">„Zu meinen Lieblingsbars in Kassel zählen die Lolibar und das A.R.M &#8211; für mich die einzigen Läden Kassels mit guter Musik. Im Vorderen Westen gehe ich gerne in den Ulenspiegel. Mich nerven das geringe Selbstbewusstsein der Kasseler und dass ich als Einheimische die Stadt immer wieder verteidigen muss, meistens vor Leuten, die sowieso pendeln und sich nicht auf Kassel einlassen. Ich glaube, dass sich die Stadt in diesem Jahr anlässlich der documenta verändern wird, die Stimmung wird gut sein.“</p>
<p style="text-align: justify;">Der Club A.R.M. und die Lolitabar sind in der Werner-Hilpert-Str. 22 ansässig. Alina hat noch einen Geheimtipp: Die Baya Central Bar, deren Adresse sie lieber nicht verraten möchte…</p>
<address style="text-align: justify;">Ruth, 23, studiert Landschaftsarchitektur und kommt aus Estland</address>
<p style="text-align: justify;">„Mir gefallen Kassels grüne Flecken, wie z.B. die Goetheanlage, wo ich gerne spazieren gehe. Im Weinbergkrug, wo man vor allem Studenten aus der nahegelegenen Kunsthochschule trifft, kann man sich super unterhalten. An Kassel nervt mich der viele Verkehr, es könnte ruhiger sein. Ich finde Kassel gar nicht hässlich, nur eben anders. Es gibt viele schöne Ecken und hier leben interessante Menschen.“</p>
<p style="text-align: justify;">Der Weinbergkrug in der Frankfurter Str. 54 hat dienstags bis donnerstags von 20-2 Uhr sowie freitags und samstags von 20-4 Uhr geöffnet.</p>
<address style="text-align: justify;">Lilo, 20, Praktikantin</address>
<p style="text-align: justify;">„Ich kann das Frühstück samt Wohnzimmeratmosphäre im Westend Café empfehlen. Direkt nebenan befindet sich Bashis Delight, wo man ein leckeres Mangolassi trinken kann. Den besten Espresso gibt es im Café Gegenüber. Kassels Innenstadt ist leider nicht so schön, der Vordere Westen gefällt mir besser.</p>
<p style="text-align: justify;">Westend Café: Elfbuchenstr. 19, Bashis Delight: Elfbuchenstr. 18, Café Gegenüber: Dörnbergstr. 11</p>
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		<title>Wird die wissenschaftliche Freiheit in Lehre und Forschung durch eine Zivilklausel eingeschränkt?</title>
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		<pubDate>Wed, 16 May 2012 17:53:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jonas Eickholl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein oft hervorgebrachtes Argument gegen eine richtige Zivilklausel in der Grundordnung von Universitäten ist, dass Lehre und Forschung dann nicht mehr frei seien. Insbesondere, weil durch ein Leitbild auferlegt, die Erforschung bestimmter Themen ausgeschlossen wird. Das ist ein schwerwiegender Vorwurf und muss ausgeschlossen werden, wenn für die Festschreibung einer Zivilklausel im Selbstverständnis einer Universität eingetreten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Ein oft hervorgebrachtes Argument gegen eine richtige Zivilklausel in der Grundordnung von Universitäten ist, dass Lehre und Forschung dann nicht mehr frei seien. Insbesondere, weil durch ein Leitbild auferlegt, die Erforschung bestimmter Themen ausgeschlossen wird. Das ist ein schwerwiegender Vorwurf und muss ausgeschlossen werden, wenn für die Festschreibung einer Zivilklausel im Selbstverständnis einer Universität eingetreten wird. Eine Zivilklausel ist ein Absatz in dem Leitbild einer Universität, worin diese sich verpflichtet, aktiv für die friedliche Entwicklung der Gesellschaft einzutreten und ausschließlich zu zivilen Zwecken zu forschen. Eine Formulierung für Kassel könnte beispielsweise lauten: &#8220;Die Lehre an der Universität Kassel ist dem Frieden verpflichtet und folgt nur zivilen Zwecken“ Nun steht das Argument im Raum, dass ein solcher Satz im Leitbild der Universität, die dort Lehrenden und Forschenden in ihrer wissenschaftlichen Freiheit einschränkt. Diese Argumentation lässt sich entkräften, indem wir einen Blick in das Grundgesetz werfen. Insbesondere Artikel 1 – „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ und Artikel 26 – „Das Verbot von Angriffskriegen“ sind in diesem Zusammenhang interessant. In ihnen ist festgeschrieben, dass 1. „die Würde des Menschen unantastbar ist; 2. Diese zu schützen und zu achten Verpflichtung aller staatlicher Gewalt ist; 3. alle Menschen die in Deutschland leben sich zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt verpflichten und 4. jegliche Handlungen, die geeignet sind und in der Absicht vorgenommen werden, das friedliche Zusammenleben der Menschen zu stören, insbesondere die Führung eines Angriffskriegs vorzubereiten, verfassungswidrig sind und unter Strafe stehen. Eine Zivilklausel stellt daher keine Einschränkung der Freiheit von Lehre und Forschung dar, sondern unterstreicht lediglich die Grundsätze des Grundgesetzes. Zu nennen ist an dieser Stelle auch dass Denninger-Argument. Denninger ist ehemaliger Professor aus Baden Württemberg, der ein Rechtsgutachten über eben diese Auseinandersetzung geschrieben hat und belegt, dass eine Zivilklausel klar vereinbar mit der Freiheit von Wissenschaft und Forschung ist. Nun könnte die Frage aufkommen, warum brauchen wir dann noch eine Zivilklausel, wenn das eh schon im Grundgesetz geregelt ist? Universitäten (und da nimmt sich die Universität Kassel da sie dem schwarz-gelben hessischen Hochschulpakt 2011/15 unterworfen ist nicht aus) unterliegen verstärkt dem Wettbewerb um Drittmittel. Professuren werden teilweise direkt durch einzelne Firmen finanziert, welche dann versuchen an diese Finanzierung Bedingungen zu knüpfen. So geschehen gerade an der Universität Bremen, wo das Unternehmen OHB AG (Orbitale Hochtechnologie Bremen) angeboten hat, eine Professur zu finanzieren. Diese Finanzierung hat die OHB AG aber an die Bedingung geknüpft, dass Bremen seine seit 1986 bestehende Zivilklausel aufgibt. Wenn eine Universität sich diesem ökonomischen Diktat beugt, dann ist die Freiheit von Lehre und Forschung wirklich bedroht! Denn dann wird die gesamtgesellschaftliche Verantwortung für nachfolgende Generationen und für ein friedliches Miteinander geringer geschätzt als das kurzfristige, ökonomische Interesse eines Unternehmens, welches durch den Export von Tod und Leid in alle Welt seinen Profit erwirtschaftet. In Bremen hat sich der Universitäre Senat diesem Diktat glücklicher weise nicht gebeugt. Ob die Universität Kassel sich durch eine wirkliche Zivilklausel zum Grundgesetz bekennt, ist bisher leider offen! Mehr Informationen zur Zivilklausel in Kassel findest du unter www.zivilklausel-kassel.info</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Abenteuer Europamobilität – Bachelor Kassel-Nizza</title>
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		<pubDate>Wed, 16 May 2012 17:45:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sarah Maria Kaiser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausland]]></category>

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		<description><![CDATA[Jetzt am Meer sein…Wer kennt ihn nicht, diesen sehnsüchtigen Gedanken, bei strahlendem Sonnenschein ins kühle Nass zu springen? Manchmal werden (Tag-)Träume zu ungewöhnlichsten Zeiten Wirklichkeit. Denn in Nizza gab es in diesem Jahr tatsächlich schon im Januar erste Frühlingsgefühle. Verkehrte Welt könnte man meinen. Doch gestört hat es nicht. So verging die Klausurenphase wie im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Jetzt am Meer sein…Wer kennt ihn nicht, diesen sehnsüchtigen Gedanken, bei strahlendem Sonnenschein ins kühle Nass zu springen? Manchmal werden (Tag-)Träume zu ungewöhnlichsten Zeiten Wirklichkeit. Denn in Nizza gab es in diesem Jahr tatsächlich schon im Januar erste Frühlingsgefühle. Verkehrte Welt könnte man meinen. Doch gestört hat es nicht. So verging die Klausurenphase wie im Flug. Zugebenermaßen, sieben Klausuren in einer Woche sind eher suboptimal, doch das sind wir Bachelorstudierende ja gewohnt. Darüber hinaus verwenden die französischen Universitäten ein anderes Leistungsbewertungssystem. Es gibt maximal 20 Punkte zu erreichen, mit 10 Punkten hat man bestanden und erhält die sogenannte „Moyenne“, also den Durchschnitt. Außerdem ist es möglich, die einzelnen Fächer untereinander auszugleichen, sprich, die 5 Punkte in englisch-französischer Übersetzung mit den 15 Punkten in der französisch-deutschen Übersetzungsklausur verrechnen und somit wieder auf die Moyenne kommen. Dies nimmt einem den Druck, jede Klausur bestehen zu müssen. Dieses Verrechnungsprinzip gilt auch semesterübergreifend. So habe ich durch mein gut bestandenes 5.Semester nun ein kleines „Polster“ für die bald anstehende Klausurenphase des letzten Semesters.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich stehe mit meinem Studium kurz vorm Abschluss &#8211; bald ist er vorbei, der Bachelor. Einerseits hat es doch gerade erst angefangen, das Studium und ich frage mich: wo ist die Zeit geblieben? Doch andererseits habe ich so viel erlebt, gerade durch das Entdecken zweier neuer und gleich so unterschiedlicher Städte wie Kassel und Nizza, dass ich mich nicht zu wundern brauche. Von Nordhessen an die Côte d’Azur: “nach Regen kommt Sonnenschein?“, fragte ich mich vor einigen Monaten. In der Tat kann ich das jetzt so unterschreiben, doch Ausnahmen bestätigen ja bekanntlich die Regel. Denn nach den ersten Frühlingsverheißungen im Januar, folgte im Februar eine Kältewelle mit recht interessanten Auswirkungen. Eines etwas weniger schönen, grauen, verregneten Tages ging das Gerücht um, es herrsche „schneefrei“ in Nizza. Schneefrei am Mittelmeer? Ja, durchaus! Grund für Schulausfälle und weitere Störungen war tatsächlich eine Schneewarnung in den Bergen. Im ganzen Departement fuhren daher die Busse nicht mehr und wir erfreuten uns eines freien Tages. Der „Schnee“ war eigentlich nur Nieselregen, aber wir wollen ja nicht kleinlich sein. <a href="http://medium.asta-kassel.de/wp-content/uploads/2012/05/Nizza.jpg"><img class="aligncenter size-thumbnail wp-image-896" title="Nizza" src="http://medium.asta-kassel.de/wp-content/uploads/2012/05/Nizza-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>So hat jeder Ort seine ihm ganz eigene Art und Weise mit den klimatischen Gegebenheiten umzugehen &#8211; dies gilt natürlich auch für politische, historische und soziale. Für mich als Deutsche in Frankreich ist es sehr spannend, den Lauf der Dinge zu verfolgen.Etwa den deutsch-französischen Beziehungen, die ja in den vergangenen Monaten viele Schlagzeilen machten. Die medialen Wellen hier in Frankreich schlugen hoch und immer höher, wohingegen die deutsche Presse eher bei leichter Brise segelte. Es war stets von „Merkozy“ die Rede, doch man munkelt, ein „Sarkel“ wäre den Franzosen lieber gewesen. In Kabarettsendungen deklarierte man Merkel kurzerhand als „Présidente de la République“, so stark wurde ihre politische und wirtschaftliche Dominanz empfunden.Und das zu Zeiten der Präsidentschaftswahlen, dem Ereignis des politischen Lebens in Frankreich. Bald ist es soweit, am 22.April findet der erste Wahlgang statt.1 Laut aktuellem Stand der Umfragen gibt es ein Kopf-an-Kopf-Rennen von Nicolas Sarkozy (Union pour un Mouvement Populaire &#8211; UMP) und Francois Hollande (Parti Socialiste &#8211; PS), die vermutlich den zweiten Wahlgang erreichen. Dahinter liegen Marine Le Pen (Front National &#8211; FN), Francois Bayrou (Mouvement Démocrate &#8211; MoDem) und Jean-Luc Mélenchon (Front de Gauche). Nach einem verhältnismäßig guten Start in den Wahlkampf haben die Grünen (Europe Écologie Les Verts) erheblich an Fahrt verloren und liegen nun wie die gaullistische Gruppe „Débout la République“ und die „Nouveau Parti Anticapitaliste“ ganz weit hinten in den Umfragen. Doch es bleibt spannend, denn Umfragen sind so eine Sache, ganz genau wissen wir es erst am 22.April. Und die deutsch-französischen Beziehungen im Alltagsleben? Unsere WG ist eigentlich vorbildlich, perfekt gegendert und zudem paritätisch was die Muttersprachen der Bewohner betrifft. Zwar erfüllen wir nicht die Kriterien einer richtigen „L’Auberge espagnole“, doch abwechslungsreich ist der Alltag trotzdem. Der zunehmend heißer werden Präsidentschaftswahlkampf wird dann nicht selten abends beim Aperitif mit Rotwein und Käse diskutiert. Ein kleines Wort zum Thema Klischees ist hier nicht mehr nötig &#8211; der Vorsatz ist selbstredend. Nicht selten bekommen wir Deutschen in Diskussionen ein „vous, les allemandes…“ zu hören. Das gibt mir ein bisschen zu denken. Denn irgendwie scheint man im Ausland ja schon sein Heimatland zu repräsentieren, auch wenn man damit nicht durch den gleichen Patriotismus verbunden ist, wie es viele Franzosen mit ihrem Land sind. Auch ein heißes Thema, denn an dieser Stelle divergieren die Meinungen häufig stark.</p>
<p style="text-align: justify;">Ein bisschen banalere Auseinandersetzungen drehen sich etwa um den Kampf Baguette vs. Vollkornbrot. Von dem Wohlgeschmack des letzteren lassen sich die Franzosen schwerlich überzeugen. Umgekehrt ist es ihnen allerdings gelungen, uns den Genuss eines guten Weins nahezubringen. Denn die gastronomische Kultur ist auch in Zeiten von globalisierter Fast-Food Omnipräsenz noch erhalten geblieben und das ist gut so. Die Zeit am sonnigen Mittelmeer neigt sich dem Ende zu, es geht wieder in kältere Gefilde. Das wird sicher ungewohnt. Zwar hab auch ich schon den Winter in Kassel mit bis zu -20 Grad erlebt, doch nun friert man hier bei 5 Grad und fragt sich, wie die Leute in Deutschland überleben – der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Doch glücklicherweise kamen wir im März nach der „Kältewelle“ wieder voll auf unsere Kosten. Das zwar noch etwas frische Meer lud zum Baden ein und beim Herumlümmeln am Strand gab es dann auch prompt den ersten Sonnenbrand. Doch Obacht, man sollte sich nicht zu früh freuen, denn „der April macht was er will“, bzw. das französische Äquivalent: „en avril, ne te découvres pas d’un fil“. Es bleibt abzuwarten, wie es weitergeht… in vielerlei Hinsicht. Am Meer zu leben ist ganz wunderbar, aber Veränderung tut immer gut. Drum heißt es nun vorerst: Was will man Meer? Auf zu neuen Ufern!</p>
<p style="text-align: justify;">Nizza, 9.April 2012, Sarah Maria Kaiser</p>
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		<title>fzs &#8211; eine un(ge)schön(t)e Betrachtung</title>
		<link>http://medium.asta-kassel.de/artikel/fzs-eine-ungeschonte-betrachtung.html</link>
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		<pubDate>Wed, 16 May 2012 17:35:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David Visnadi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meinung]]></category>

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		<description><![CDATA[Einem lahmen Pferd soll man Wasser und Zuspruch geben &#8211; aber was macht man mit einem toten Esel? Ein Sachverhalt, der vermutlich den allerwenigsten Studierenden in Kassel bewusst ist: Wir alle sind Mitglied im fzs, dem „freien zusammenschluss von studentInnenschaften“. Der fzs ist ein studentischer Dachverband, der überparteilich die Interessen aller Studierenden auf Bundesebene vertritt, indem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Einem lahmen Pferd soll man Wasser und Zuspruch geben &#8211; aber was macht man mit einem toten Esel? Ein Sachverhalt, der vermutlich den allerwenigsten Studierenden in Kassel bewusst ist: Wir alle sind Mitglied im fzs, dem „freien zusammenschluss von studentInnenschaften“. Der fzs ist ein studentischer Dachverband, der überparteilich die Interessen aller Studierenden auf Bundesebene vertritt, indem er beispielsweise auf einzelne Hochschulen oder die Bundesregierung einwirkt und so verschiedenste Vorhaben und Entscheidungen beeinflusst. Eigentlich eine wunderbare Sache, denn davon profitieren auch die Kasseler Studierenden, etwa indem Studienbedingungen verbessert oder BAföG-Erhöhungen beschlossen werden – doch leider nur in der Theorie. Praktisch ist der fzs schon seit einigen Jahren handlungsunfähig und wird seinem eigenen Anspruch nicht annähernd gerecht. Daher hat der AStA der Universität Kassel sich im letzten Jahr aktiv dafür eingesetzt, den Verband grundlegend zu reformieren und diesen Prozess im Sinne der Studierenden kritisch zu begleiten. Dieses Vorhaben ist innerhalb des fzs am Widerstand einiger weniger, aber dafür einflussreicher Personen gescheitert. Der Grund hierfür liegt auf der Hand: Es ist wesentlich einfacher einen toten Esel zur Befriedigung von Individualinteressen zu missbrauchen, als stattdessen altruistisch einem lahmen Pferd auf die Beine zu helfen. Die Aufgabe der überparteilichen Interessenvertretung ist sowieso schon längst nichts mehr als leeres Geschwätz; in Wahrheit ist der Verband seit geraumer Zeit fest in der Hand des Juso-Bundesverbandes, dessen Protagonisten den fzs schamlos für ihre eigene Karriereplanung missbrauchen. Nicht zuletzt daher sind alle Ansätze, den Verfall des fzs aufzuhalten, im Ansatz stecken geblieben. Das ist zwar schade, aber eigentlich auch kein Grund diesem belanglosen Verband gleich einen eigenen Artikel zu widmen. Denn auch in einem toten Dachverband Mitglied zu sein würde ja nicht übermäßig schaden, wenn die Kasseler Studierenden dafür nicht jährlich 16.400 € zahlen müssten – eine maßlose Geldverschwendung! Das inhaltliche Betätigungsfeld des fzs ist ohnehin sehr eng bemessen, denn Hochschulen sind Sache der Länder, nicht des Bundes. Wirklich wegweisende Entscheidungen werden hier fast nie getroffen. Eine dieser seltenen Gelegenheiten bietet sich jedoch zurzeit an, denn bisher ist es dem Bund untersagt, sich an der Grundfinanzierung der Hochschulen zu beteiligen. Dieses sogenannte „Kooperationsverbot“ ist aktuell im Begriff aufgehoben zu werden. Doch: Der fzs hat dazu keine Meinung! Vor lauter eitler Selbstbeschäftigung ist es dem Verband selbst nach über einem halben Jahr Vorbereitungszeit nicht gelungen, zu diesem Thema eine eigene Position zu entwickeln. Zu einem möglicherweise anstehenden Bundeshochschulgesetz bleibt die Stimme der Studierenden ungehört. Eine einmalige Gelegenheit ist hier fahrlässig vergeben worden, und auch diese Untätigkeit ist ein weiterer Beleg dafür, dass der fzs seine Daseinsberechtigung verloren hat. Selbst wenn es dem fzs doch noch gelingen sollte, diesen skandalösen Zustand zu beseitigen, ist es mehr als fraglich, ob die Bundesregierung dieses tote Tier überhaupt wahrnehmen würde. Bei aller berechtigten Kritik gibt es genau eine Sache, die im fzs hervorragend funktioniert: Die Selbstverwaltung. Als seien alle dringlichen Menschheitsprobleme bereits gelöst, werden die Mitgliederversammlungen für ausgiebige Debatten beispielsweise darüber verwendet, welche Studierenden alle nicht für den fzs-Vorstand kandidieren dürfen, wie Vereinsname, Satzung oder Geschäftsordnung am korrektesten geschlechtergerecht gestaltet werden müssen, welche Hochschulen innerhalb des Verbandes wie viel Einfluss haben dürfen, und welche am besten erst gar nicht Mitglied werden sollten. Denn entgegen dem eigenen Anspruch sind nur eine deutliche Minderheit der Hochschulen Mitglied im fzs. Der überwiegende Mehrheit wird entweder die Mitgliedschaft aus parteipolitischen Gründen aktiv verwehrt, oder sie ist inzwischen zu der Einsicht gelangt, zu der auch die Kasseler Studierenden gelangen sollten: Eine Mitgliedschaft ist sinnlos, ein solch wenig zielführendes Gehabe nicht unterstützenswert! Die Schlussfolgerung kann nur eine sein: Ein Verbleib der Kasseler Studierendenschaft in einem dermaßen ineffektiven Verband ist eine fahrlässige, nicht zu rechtfertigende Geldverschwendung. Dieser unerträgliche Zustand muss dringend behoben werden! Besagte 16.400 € würden beispielsweise entweder direkt an unserer Universität, in der LandesAStenKonferenz oder auch in einem besseren (noch zu gründenden) Dachverband eine vielfach größere Wirkung entfalten. Dem toten Esel namens fzs weiterhin Geld in den Rachen zu stopfen kann jedenfalls keine Alternative sein.</p>
<p align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><br />
</span></p>
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		<title>Der neue AStA</title>
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		<pubDate>Wed, 16 May 2012 17:17:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am 1. März diesen Jahres hat der neue AStA unter dem Vorsitz von Lea Heidbreder (GHK) seine Arbeit aufgenommen. In den insgesamt acht Referaten, Ökologie, Daten- und Verbraucher*innenschutz (Lea Heidbreder), Hochschulpolitik (Jonas Eickholl), Studium &#38; Lehre und Erstsemester (Annegret Montag), für Fachschaften und Vernetzung (Annika Näder), Soziales (Christin Eisenbrandt), Kultur (Florian Tennstedt), Finanzen (Sonja Bartels) [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a href="http://medium.asta-kassel.de/wp-content/uploads/2012/05/WsdA448x240.png"><img class="aligncenter size-thumbnail wp-image-876" title="WsdA448x240" src="http://medium.asta-kassel.de/wp-content/uploads/2012/05/WsdA448x240-150x150.png" alt="" width="150" height="150" /></a>Am 1. März diesen Jahres hat der neue AStA unter dem Vorsitz von Lea Heidbreder (GHK) seine Arbeit aufgenommen. In den insgesamt acht Referaten, Ökologie, Daten- und Verbraucher*innenschutz (Lea Heidbreder), Hochschulpolitik (Jonas Eickholl), Studium &amp; Lehre und Erstsemester (Annegret Montag), für Fachschaften und Vernetzung (Annika Näder), Soziales (Christin Eisenbrandt), Kultur (Florian Tennstedt), Finanzen (Sonja Bartels) und Öffentlichkeitsarbeit (Anna-Franziska Pfundstein) arbeitet der AStA an verschiedenen Themen. Die Referent*innen werden von Mitgliedern der Koalition aus der GRÜNEN Hochschulgruppe (GHK), Kassels unabhängigen Studierenden (KUS) und der Liste Witzenhausen*KAWIAR (Kasseler Witzenhäuser Aktionsrat) sowie zwei listenlosen Kandidatinnen gestellt.</p>
<p style="text-align: justify;">Für das kommende Jahr hat sich der AStA unterschiedliche Themenschwerpunkte gegeben. Im Referat für Hochschulpolitik wird zum Beispiel mit Hochdruck an dem Thema „Zivilklausel“ gearbeitet (Siehe Artikel, Seite 22). Außerdem möchte Jonas Eickholl zusammen mit dem Kulturreferat, die Fußball EM 2012, die im K19 übertragen wird, kritisch begleiten. Lea Heidbreder arbeitet unter anderem an Projekten zum Datenschutz und zur Nachhaltigkeit auf dem Campus (siehe Artikel zum Abfallkonzept, Seite 4). Ihre Sachbearbeiterin Dina Groetzner, die für den Bereich Mobilität zuständig ist, arbeitet an der Mobilitätsumfrage, die derzeit unter den Studierenden der Uni Kassel läuft und deren Ergebnis Verhandlungsbasis für das Semesterticket sein soll. Christin Eisenbrandt setzt sich im Referat für Soziales für die Einrichtung einer psychosozialen Beratungsstelle ein. Im Referat für Öffentlichkeitsarbeit wurde in den vergangenen Wochen an der Erstellung einer neuen Homepage gearbeitet, die jetzt online ist. Unter www.asta-kassel.de findet ihr alles zur aktuellen Arbeit des AStA, könnt euch über die vielen verschiedenen Angebote des AStA informieren und euch über die Kontaktformulare auch direkt an die Referent*innen wenden.</p>
<p style="text-align: justify;">Du hast Stress mit deiner Professorin/ deinem Professor? Komm in den AStA, wir stehen für deine Rechte ein!</p>
<p style="text-align: justify;">Du hast Probleme mit der Studienfinanzierung oder zerbrichst am Unistress? Komm in den AStA, wir haben ein offenes Ohr!</p>
<p style="text-align: justify;">Du möchtest eine Veranstaltung zur politischen Bildung organisieren und brauchst Hilfe bei der Umsetzung? Komm in den AStA, wir stehen dir mit Rat und Tat zur Seite!</p>
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		<title>Ein Bauprojekt geht baden – Wir kaufen uns ein Millionenloch!</title>
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		<pubDate>Wed, 16 May 2012 17:09:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Campus]]></category>

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		<description><![CDATA[Was auch immer unsere Landesregierung bewegt haben mag, wieder einmal an der Bildung zu sparen, wird sich wohl nicht klären lassen. Bedenklich jedoch ist es, wenn man den Geldhahn während der fortschreitenden Bauarbeiten zudreht. Was bleibt der Hochschulverwaltung, wenn statt zugesagter Millionen nur noch Grundwasser in ein Bauprojekt einfließt, welches entscheidend dazu beitragen sollte die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a href="http://medium.asta-kassel.de/wp-content/uploads/2012/05/Bild-1.png"><img class="aligncenter size-thumbnail wp-image-868" title="HCC" src="http://medium.asta-kassel.de/wp-content/uploads/2012/05/Bild-1-150x150.png" alt="" width="150" height="150" /></a>Was auch immer unsere Landesregierung bewegt haben mag, wieder einmal an der Bildung zu sparen, wird sich wohl nicht klären lassen. Bedenklich jedoch ist es, wenn man den Geldhahn während der fortschreitenden Bauarbeiten zudreht. Was bleibt der Hochschulverwaltung, wenn statt zugesagter Millionen nur noch Grundwasser in ein Bauprojekt einfließt, welches entscheidend dazu beitragen sollte die katastrophale Raumsituation am HoPla-Campus zu entspannen. „Umdenken!“ meint Professor Gacetta Njus-Ehntèe, Inhaberin des Lehrstuhls für Anatidologie am Fachbereich 08 und begeistert die Verantwortlichen der Universität und der Stadt mit einer gleichermaßen unkonventionellen wie simplen Idee: „Die vorhandene und gründlich gegen Einstürze abgesicherte Baugrube wird uns bleiben, bis die Mittel der Landesregierung irgendwann weiterfließen; die städtischen Bauprojekte Stadtbad-Mitte und Auebad können nicht rechtzeitig fertiggestellt werden und es mangelt an Ersatzkapazitäten. Was also würde näher liegen, als aus der Not eine Tugend zu machen und im Documentajahr 2012, beziehungsweise im Jahr der Grünen Hochschule das Bauprojekt nicht nur sprichwörtlich baden gehen zu lassen? Bereits zur Mitte des Sommersemesters 2012 könnte der weltweit größte Campus-Schwimmteich seinen Betrieb aufnehmen und gleichermaßen als innerstädtisches Naherholungsgebiet, als auch zur Bereicherung des angrenzenden Nordstadtparkes dienen.“ Der medium² zugetragene Informationen berichten von Zusagen verschiedener am Projekt Nordstadtbad Beteiligter: Während die Stadt Hygiene- und Umkleideeinrichtungen in Modulbauweise bereitstellen möchte und die Universität die nötigen Aquakulturen plant und einrichtet, will sich die Studierendenschaft mit studentischen Hilfskräften beteiligen. Um diese Chance einer möglichen Refinanzierung von weiteren Raumkapazitäten zu nutzen, stellte der AStA bereits Anfang März einen Bademeister als Sachbearbeiter im Kulturreferat ein. Es ist zwar ein netter Gedanke sich von einem Tag in überfüllten Veranstaltungsräumen an einem Badesee zu entspannen, aber kann es sein, dass auch dieser ein wenig zu klein geraten wird?</p>
<p style="text-align: right;"><a href="http://medium.asta-kassel.de/wp-content/uploads/2012/05/Bild-1.png"><br />
</a>Plitsch platsch, wünscht Euer N.T.</p>
<p align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><br />
</span></p>
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		<title>Campus wird blau-gelb-schwarz</title>
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		<pubDate>Fri, 11 May 2012 15:23:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lea Heidbreder</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ökologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Anfang 2013 soll ein neues Abfallkonzept an der Uni Kassel umgesetzt werden Am Unistandort Holländischer Platz wird es dem Studierenden bisher nicht leicht gemacht, seinen Müll ökologisch vorteilhaft zu trennen. In den öffentlichen Räumen stehen lediglich Restmüllbehälter zur Abfallentsorgung bereit. Und so landet alles, ob Apfelrest, Plastikverpackung oder Brötchentüte in der nächstliegenden Restmülltonne. Das wirft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a href="http://medium.asta-kassel.de/wp-content/uploads/2012/05/Müllkonzept.jpeg"><img class="aligncenter size-thumbnail wp-image-861" title="Müllkonzept" src="http://medium.asta-kassel.de/wp-content/uploads/2012/05/Müllkonzept-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Anfang 2013 soll ein neues Abfallkonzept an der Uni Kassel umgesetzt werden</p>
<p style="text-align: justify;">Am Unistandort Holländischer Platz wird es dem Studierenden bisher nicht leicht gemacht, seinen Müll ökologisch vorteilhaft zu trennen. In den öffentlichen Räumen stehen lediglich Restmüllbehälter zur Abfallentsorgung bereit. Und so landet alles, ob Apfelrest, Plastikverpackung oder Brötchentüte in der nächstliegenden Restmülltonne. Das wirft kein gutes Licht auf die sich sonst mit ihrem Umweltprofil so schmückende Uni. Doch das soll sich spätestens 2013 ändern.</p>
<p style="text-align: justify;">Seit 2009 wird unter Leitung des Betriebsbeauftragten für Abfall ein neues Abfallkonzept erarbeitet, dass ökonomische und ökologische Vorteile mit sich bringen soll.</p>
<p style="text-align: justify;">In der ersten Phase des Projekts wurde eine erste Bestandsaufnahme durchgeführt: Wie viel Müll welcher Art wird wann produziert? Von wem? Und wo ergibt sich Einsparpotential? Schon nach der ersten Analyse konnten Gelder im Wert von über 6000 Euro jährlich allein durch die Verbesserung von Behältergröße und Abfuhrterminen eingespart werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Rund 180 to Restabfall und 80 to Altpapier landen der Analyse nach jährlich auf dem Campus Hopla im Müll. Viel Müll in den Restmüllbehältern ist dabei jedoch gar kein Restmüll, sondern enthält Stoffe wie Papier oder Plastik, die getrennt hätten recycelt werden können.</p>
<p style="text-align: justify;">So soll ab 2013 eine bessere Trennung möglich werden. Es soll ein erweitertes Angebot an Sammelbehältern in dreigliedriger Form zur Verfügung stehen, sodass nach gelber (Leichtverpackung mit grünem Punkt), blauer (Altpapier) und schwarzer Mülltonne (Restmüll) getrennt werden kann. Durch ein Informationskonzept und einzelne Aktionen soll auf das Thema aufmerksam gemacht werden und damit verstärkt die Vermeidung und Trennung von Abfällen gefördert werden. Dieses Projekt soll für öffentliche Räumen, zu denen u.a. Hörsäle, Seminarräume, Flure und WCs zählen und nutzerindividuelle Räume wie Büros oder Labore, umgesetzt werden, wobei bei letzteren in den Teeküchen die Restabfälle und Leichtverpackungen gesammelt werden. Hinzu kommt eine verbesserte Logistik durch die Einführung von Wertstoffpavillons und zentralen Containerplätze, welche die Transportwege verkürzen und die Aufbewahrung vereinfachen sollen. Das Ganze ist als Pilotprojekt auf dem Campus Hopla geplant, und soll bei erfolgreicher Umsetzung auf andere Standorte ausgeweitet werden. Und dann heißt es spätestens ab Sommer 2013: Eins&#8230;zwei&#8230;oder drei – In welche Mülltone wird mein Müll geworfen?!</p>
<p style="text-align: justify;">Last but not least zwei AStA-Abfall-Angebote:</p>
<p style="text-align: justify;">Auch im AStA stehen ab sofort Sammelboxen für alte CDs, leere Tonerkartuschen, Handys und Batterien im Eingangsbereich bereit, sodass du problemlos auch diese Art von Sondermüll entsorgen kannst. Schau einfach mal vorbei. Die weitergehende Frage zum Abfallkonzept ist zudem, wie der Müll nicht nur besser getrennt, sondern von vornherein vermieden werden kann. Ein riesiger Berg von Müll auf dem Campus entsteht täglich durch die Coffee-to-goBecher. Als Alternative verkauft der AStA bei Infoständen oder im Büro <a href="http://www.asta-kassel.de/?p=1179" target="_blank">Thermobecher</a>, die in den Cafeterien des Studentenwerks aufgefüllt werden können. Damit kannst du problemlos von einer zur nächsten Vorlesung gelangen, ohne nur ein wenig zu verschütten. Und vor allem: Ohne Müll. Bist du dabei?</p>
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		<title>Bremen: Zivilklausel soll Gesetz werden – Diskussionen auch in Kassel</title>
		<link>http://medium.asta-kassel.de/artikel/bremen-zivilklausel-soll-gesetz-werden-diskussionen-auch-in-kassel.html</link>
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		<pubDate>Mon, 30 Jan 2012 14:35:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian Böttger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Bremen]]></category>
		<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Kassel]]></category>
		<category><![CDATA[Rüstung]]></category>
		<category><![CDATA[Rüstungsexport]]></category>
		<category><![CDATA[Universität]]></category>
		<category><![CDATA[Zivilklausel]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 25. Januar 2012 hat der Senat der Universität Bremen das Bekenntnis zur Zivilklausel erneuert. Nun wird im Bundesland Bremen diskutiert, ob diese sogar in das Hochschulgesetz aufgenommen werden soll.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Damit stünde das Uni-Parlament weiterhin zu den Grundsätzen seines Beschlusses vom 14. Mai 1986, heißt es in einer Meldung der Uni. Der Beschluss besagt, dass die Universität jede Beteiligung von Wissenschaft und Forschung mit militärischer Nutzung beziehungsweise Zielsetzung ablehnt. Forschungsthemen und -mittel, die Rüstungsforschung dienen könnten, seien öffentlich zu diskutieren und gegebenenfalls zurückzuweisen. „Die Universität ist dem Frieden verpflichtet und verfolgt nur zivile Zwecke. Dies ist Bestandteil ihrer Leitziele.“, heißt es in dem Beschluss. Der Antrag wurde mit 18 von 22 Stimmen bestätigt – es gab drei Enthaltungen, gegen den Antrag stimmte das Mitglied des RCDS (Ring Christlich Demokratischer Studenten).</p>
<p>Laut AStA der Uni Bremen, sind dem Beschluss zahlreiche Diskussion vorausgegangen. Problematisch seien vor allem die Pläne einer Neuformulierung unter dem vermeintlich positiven Titel „Friedensklausel“ gewesen, wonach die Universität sich als friedensschaffende Institution begreife. Der AStA ist der Auffassung, dass diese Formulierung die Möglichkeit geschaffen hätte, militärische Forschung im Sinne von Friedenseinsätzen der Bundeswehr – also Rüstungsforschung durch die Hintertür – zu gestatten. Umso begeisterter zeigt sich der AStA, dass die alte Norm im Wortlaut bestätigt wurde.</p>
<h3>Landespolitik will Zivilklausel zu Gesetz machen</h3>
<p>Nun hat sich auch die Landespolitik der Hansestadt zu diesem Thema eingeschaltet. Bereits im September letzten Jahres hat die SPD bei ihrem Landesparteitag beschlossen, dass die finanziellen Mittel der Hochschulen „ausschließlich für Vorhaben verwendet werden, die friedlichen Zwecken dienen.“ Durch den Beschluss des Akademischen Senats fühlt sich die SPD bestätigt und will ihren Parteitagsbeschluss und das Verbot militärischer Forschung in Gesetzesform gießen.</p>
<p>Wie <a href="http://www.weser-kurier.de/Artikel/Bremen/Politik/526019/Die-Zivilklausel-soll-ins-Gesetz.html" target="_blank">der Weserkurier berichtet</a>, unterstützen die Grünen ihren Koalitionspartner bei dem Vorhaben, wenngleich die Grünen zurückhaltener an die Sache heran gehen. „Bei uns steht die Selbstorganisation der Hochschulen im Fokus, nicht gesetzliche Verpflichtungen“, sagt Silvia Schön, wissenschaftspolitische Sprecherin der Grünen.</p>
<h3>Bestrebungen für Zivilklausel an Uni Kassel</h3>
<p>Auch an der Universität Kassel werden Forderungen nach einer Zivilklausel immer lauter. Ein von Studierenden organisierter Arbeitskreis (AK Zivilklausel) hat sich im November letzten Jahres zusammengefunden. Zwar sei bisher nicht bekannt, dass an der nordhessischen Uni für militärische Zwecke geforscht werde, aber durch Verschwiegenheitsklauseln mit Drittmittelgebern, könnte das auch nicht per offizieller Anfrage festgestellt werden. Die in Kassel ansässigen Rüstungsunternehmen ließen aber die Vermutung zu, dass dies der Fall ist, so die Aktivisten.</p>
<h3>Kasseler Stadtverordnetenversammmlung diskutiert über Rüstungsexporte</h3>
<p>Die Kasseler <a href="http://www.hna.de/nachrichten/stadt-kassel/kassel/kein-schaufensterantrag-1579393.html" target="_blank">Stadtverordnetenversammlung wird heute über Rüstungsexporte diskutieren</a>. Die Fraktion der Kasseler Linken will erreichen, dass die Stadtverordneten eine Initiative vom Friedensforum und der katholische Kirche unterstützen. Dem Appell beider Organisationen, gegen die Produktion und Lieferung von Leopard-II-Panzern der Kasseler Firma Krauss-Maffei Wegmann nach Saudi-Arabien, schloßen sich über 2.000 Bürger an.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Wahlergebnisse der letzten 10 Jahre</title>
		<link>http://medium.asta-kassel.de/artikel/wahlergebnisse-der-letzten-10jahre.html</link>
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		<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 19:53:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sebastian Böttger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[2012]]></category>
		<category><![CDATA[Hochschulgruppe]]></category>
		<category><![CDATA[Hochschulpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Hochschulwahl]]></category>
		<category><![CDATA[Wahl]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Analyse der Wahlen zum Studierendenparlament in den letzten 10 Jahren: Wer kam, wer ging, wer blieb und wer überraschte? ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Wahlergebnisse der letzten 10 Jahre sind sehr aussagekräftig. An ihnen lässt sich beispielsweise ablesen, dass es einen Zusammenhang zwischen Wahlbeteiligung und Wahlverhalten der Studierenden gibt. Schaut man sich die Ergebnisse der Wahlen 2003 und 2004 an, so sieht man, dass die Wahlbeteiligung um die 10% lag und nur eine dominierende Liste, die ALi (Alternative Liste), die Wahlen für sich entschied. Jusos, Grüne und RCDS hatte in jener Zeit – wenn überhaupt – nur einen Bruchteil der Stimmen der ALi für sich verbuchen können. Das änderte sich mit den Wahlen im Wintersemester 2004/2005. In dieser Zeit wurde die 25-Prozent-Klausel von der Landesregierung eingeführt. Diese Regelung koppelte die finanzielle Ausstattung der Studierendenschaft an die Wahlbeteiligung. Hätte zu dieser Zeit die Wahlbeteiligung unter 25% gelegen, hätte dies schrittweise Kürzungen bis zu 75% im studentischen Haushalt zur Folge gehabt. Der AStA wäre also handlungsunfähig gewesen. Darauf hat es dieser aber nicht ankommen lassen. Durch massive Wahlwerbung (die man in diesem Fall wohl besser als allgemeine Wahlaufforderungswerbung bezeichnet, da sie nur zur Wahl aufrief, aber keine Empfehlung aussprach, wen man wählen solle) konnte bei genannter Wahl eine bisher einmalige Wahlbeteiligung von <del>über 40%</del> 37% erreicht werden. Mit der Folge, dass die parteiunabhängige ALi, respektive ihre Nachfolger-Listen KauLi und Reformruine, in der Bedeutungslosigkeit versanken und parteinahe Hochschulgruppen wie Jusos (SPD-nah), Grüne Hochschulgruppe und RCDS (CDU-nah) deutlich an Boden gewinnen konnten.</p>
<div id="attachment_800" class="wp-caption aligncenter" style="width: 624px"><a href="http://medium.asta-kassel.de/wp-content/uploads/2012/01/wahlergebnisse-beteiligung2003-2009.png"><img class=" wp-image-800" title="Wahlergebnisse 2003 bis 2009" src="http://medium.asta-kassel.de/wp-content/uploads/2012/01/wahlergebnisse-beteiligung2003-2009-1024x786.png" alt="" width="614" height="472" /></a><p class="wp-caption-text">Wahlergebnisse der Listen ALi, Jusos, Grüne, RCDS von 2003 bis 2009. Mitglieder der ALi auch unter anderen Listennamen angetreten und hier als ALi geführt. Zum Vergrößern auf Grafik klicken.</p></div>
<p>Spätere Wahlergebnisse (siehe zweite Grafik) zeigen, dass auch die Hochschulwahlen bundesweiten Trends folgen. So ist die Piraten Hochschulgruppe bei den Wahlen im Januar 2010 von 0 auf beachtliche 9,8% geschossen. Mitte bis Ende 2009 hatte die Piratenpartei einen extremen Mitgliederzuwachs verbuchen können. Medien berichteten permanent über die neue, junge Partei, wovon wohl auch die hiesige Hochschulgruppe profitierte. Der &#8220;Frische-Wind-Effekt&#8221; ließ im folgenden Jahr aber bereits nach und eine neue Liste verteilte den Kuchen mal wieder neu.</p>
<p>Die KUS (Kassels Unabhängige Studierende), der von ihren Gegnern vorgeworfen wird, dass sie unpolitisch und inhaltsleer sei, ist mit einer unvergleichbaren Materialschlacht in den Wahlkampf gezogen. Die anderen Listen kritisierten das sehr stark, weil nicht einmal die parteinahen Hochschulgruppen, die von ihren &#8220;Mutterparteien&#8221; in der Regel einen kleinen Obolus als Unterstützung erhalten, vergleichbares Budget aufbringen konnten. Bis heute ist unklar, wie die KUS ihren Wahlkampf finanziert. Die Strategie der KUS ging jedenfalls auf: mit 31,05% ist sie aus dem Stand stärkste Liste geworden, dicht gefolgt von Jusos und Grünen. Die Zahlen zeigen sehr deutlich, dass die KUS  allen anderen Listen Stimmen gekostet hat. Dennoch hat es nicht gereicht, um den AStA zu stellen. Der erbitterte Wahlkampf hat die restlichen Listen zusammengeschweißt. Eine Koalition aus Jusos und Grünen mit Unterstützung von Witzenhausen und BaLi trägt den jetzigen AStA, eine Koalition mit der KUS kann sich keine dieser Gruppen vorstellen. Im Verlauf des letzten Jahres kamen auch keine inhaltlichen Impulse aus den Reihen der KUS. Im Studierendenparlament, in dem sie 8 von 25 Sitzen hat, war fast bei allen Sitzungen nur ein Bruchteil ihrer Parlamentarier <em>bis zum Sitzungsschluss</em> anwesend.</p>
<div id="attachment_801" class="wp-caption aligncenter" style="width: 624px"><a href="http://medium.asta-kassel.de/wp-content/uploads/2012/01/Bildschirmfoto-2012-01-23-um-19.41.08.png"><img class=" wp-image-801" title="Bildschirmfoto 2012-01-23 um 19.41.08" src="http://medium.asta-kassel.de/wp-content/uploads/2012/01/Bildschirmfoto-2012-01-23-um-19.41.08-1024x404.png" alt="Wahlergebnisse von 2008 bis 2011" width="614" height="242" /></a><p class="wp-caption-text">Wahlergebnisse von 2008 bis 2011</p></div>
<p>Seit diesem Jahr gibt es keine 25-Prozent-Regelung mehr. Nun bleibt abzuwarten, ob die Wahlbeteiligung auch dauerhaft ohne diese Klausel über der 25-Prozent-Marke bleibt. Für die parteinahen Listen ist eine hohe Wahlbeteiligung essentiell, wie die Wahlergebnisse belegen. Der RCDS ist dieses Semester gar nicht mehr angetreten.</p>
<p><em>Update: Peter Carqueville hat mich auf einen Fehler im Text aufmerksam gemacht. Die ALi ist nicht mehr als solche zu den Wahlen 2004/05 angetreten. Ehemalige Mitglieder hatten aber Nachfolgelisten gegründet (KauLi und später Reformruine). </em></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Haben wir denn die Wahl?</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Jan 2012 19:30:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sarah Maria Kaiser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausland]]></category>
		<category><![CDATA[Bachelor]]></category>
		<category><![CDATA[Bologna]]></category>
		<category><![CDATA[Bologna-Reform]]></category>
		<category><![CDATA[Erasmus]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Europamobilität]]></category>
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		<category><![CDATA[Wahl]]></category>

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		<description><![CDATA[Abenteuer Europamobilität – Bachelor Kassel-Nizza]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bienvenue en 2012!</p>
<p>Ehe man sich versieht ist Weihnachten vorbei, ein neues Jahr hat begonnen. Noch leicht benommen von den kulinarischen Köstlichkeiten eines Weihnachten à la française, reibt man sich verwundert die Augen und stellt fest: Winter wird es wohl nicht mehr werden… Denn Nizza als eine der wärmsten Städte der Côte d’Azur leidet auch im Winter nicht unter eisigem Frost oder Depressionen. Die Jahreszeiten blieben für mich diesmal aus. Nicht ausbleiben werden allerdings Klausuren, die mir nun bevorstehen. Das vorletzte Semester neigt sich rasant dem Ende zu. Ziemlich früh für das „deutsche“ Verständnis. Doch das französische Universitätssystem ist etwas anders organisiert. Das Semester beginnt Anfang September, vor Weihnachten gibt es eine Reihe Zwischenprüfungen und im Januar stehen die Endklausuren an. Nach kurzen Ferien geht dann das nächste Semester los, welches im Mai/Juni mit einer erneuten Klausurenphase seinen Abschluss finden wird. Genau wie mein Bachelor, beziehungsweise die Licence, das französische Bachelor-Äquivalent, welche genau wie der Bachelor zur Aufnahme eines Masterstudiums oder zum Einstieg in das Berufsleben befähigen soll.</p>
<p>Nach den ersten zwei Jahren Bachelorstudium in Kassel, sehe ich nun in Nizza, dass Studieren hier teilweise ziemlich anders abläuft. Organisation, Studieninhalte und Lehrmethoden unterscheiden sich. Wie weit sind also Anspruch und Wirklichkeit der Bologna-Reform voneinander entfernt? Der Anspruch ist die Vergleichbarkeit von Bildung in Europa, so entstand das BA/MA-Systems mit modularisierten Studiengängen und dem Kreditpunktesystems ECTS. Doch bedeutet dies, dass das Studium in ganz Europa nun gleich abläuft und wir alle die gleiche Bildung erfahren, qualitativ wie auch quantitativ?<br />
Mir fällt da der Kurs Arbeitsrecht ein, den ich sowohl in Deutschland als auch in Frankreich zu belegen hatte. Da liegen so viele Welten zwischen, dass man überhaupt nicht vergleichen kann. Ist der Anspruch der europäischen Vergleichbarkeit überhaupt erfüllbar oder eher eine große Illusion? Und ob so ein Ziel erstrebenswert ist, steht noch mal auf einem ganz anderen Blatt… Stellen wir uns doch mal rein hypothetisch einen einheitlichen Stundenplan für Kassel, Kopenhagen, Krakau, Klagenfurt, Groningen, Oslo, Barcelona, Zürich, Aberdeen, Budapest, Nizza…vor. Überall identische Studieninhalte und Prüfungsfragen. Und es wäre womöglich ein elitäres europäisches undemokratisches Gremium im Elfenbeinturm (oder Eiffelturm oder Turm von Pisa), das die Rahmenbedingungen dafür festlegen würde? Ist das nicht eine grauenvolle Vorstellung? Eine europäische Bildungs-Dystopie!<br />
Aber man soll den Teufel nicht an die Wand malen. Wo stehen wir also heute?<br />
Die Bologna-Reform wird in diesem Jahr ihren 13. Geburtstag feiern. Damit wird sie also zum Teenie, die Zeit der Pubertät mit Pickeln und Anpassungsschwierigkeiten. Diese zeichnet sich schon länger ab, besonders deutlich seit 2009, als die Proteste gegen die Reform ihren vorläufigen Höhepunkt fanden. Bereits anlässlich des 10. Geburtstages musste man feststellen, dass dieses Bildungskind Europas keinen einfachen Lebensweg vor sich hatte. Zwar war vielerorts die Umsetzung der Bologna-Vorgaben in vollem Gange, doch es mangelte an Verständnis und Akzeptanz. Die Umsetzung der Bologna-Reform nach dem Top-Down-Prinzip, ohne ausreichend Partizipationsmöglichkeiten für die Betroffenen wurde und wird stark kritisiert, wie auch eine inhaltliche Überfrachtung der Studiengänge. Und wieder kommt die Frage auf, wie wollen wir Studieren und wie kann Europamobilität eigentlich funktionieren. Denn grundsätzlich ist es eine große Bereicherung die Wahl zu haben, in verschiedenen Ländern studieren zu können, Perspektivwechsel zu wagen und dadurch neue Erkenntnisse zu erlangen. Gleichzeitig wird Auslandserfahrung immer mehr als selbstverständlich und vorteilhaft für den Lebenslauf betrachtet. Jedoch man sollte eine Sache nicht um ihrer selber willen machen, sondern aus eigener Motivation und Antriebskraft heraus die Wahl treffen können, wie man sein Studium in die Hand nimmt und gestaltet. Dafür bedarf es eines gewissen Maßes an Zeit und Freiraum um sich dessen bewusst werden zu können. Anstatt immer neue Einschränkungen vorzuschreiben, sollten die Rahmenbedingungen viel mehr diesen Freiraum ermöglichen.</p>
<p><a href="http://medium.asta-kassel.de/wp-content/uploads/2012/01/medium-wahl-frankreich.png"><img class="alignright size-medium wp-image-767" style="border-style: initial; border-color: initial;" title="medium-wahl-frankreich" src="http://medium.asta-kassel.de/wp-content/uploads/2012/01/medium-wahl-frankreich-300x173.png" alt="" width="300" height="173" /></a></p>
<p>Nun wieder etwas konkreter &#8211; Was steht uns in diesem frischen neuen Jahr 2012 bevor?<br />
Es wird ein Wahljahr sein! Und davon sind sowohl Nizza als auch Kassel betroffen. Jedoch nicht ganz im gleichen Ausmaß. In Frankreich stehen am 22. April 2012 die Präsidentschaftswahlen an. „Ça va être chaud“ – da wird es ganz schon abgehen, so sagt man voraus. Wird es zu einer zweiten Legislaturperiode Nicolas Sarkozys (UMP- Union pour un mouvement populaire) kommen oder gewinnt Francois Hollande (Parti Socialiste; größte Oppositionspartei) oder einer der anderen Kandidaten die Wahl? Manche befürchten gar eine Wiederholung des Debakels von 2002, als es zur Stichwahl zwischen Chirac (UMP) und dem rechtsextremen Jean-Marie Le Pen (Front National) kam, dessen Tochter Marine in diesem Jahr kandidiert. Der Front National vertritt eine extrem antieuropäische Haltung und steht für nationalistische, ausländerfeindliche Propaganda. Wie werden außerdem die Grünen abschneiden, die in Frankreich nicht über eine mit Deutschland vergleichbare gesellschaftliche Verankerung verfügen. Sie treten unter dem Namen Europe Écologie Les Verts und unter der Führung von Eva Joly, eine für ihren Kampf gegen Korruption bekannte Juristin, an. Zur Auswahl steht den Wähler*innen also eine bunte Palette an Kandidat*innen. Ich bin gespannt, welche Farbe der neue Anstrich der Republik haben wird. Könnte er vielleicht sogar „weiß“ werden? „Voter blanc[weiß]“ heißt einen leeren oder ungültigen Stimmzettel abgeben, damit also Unzufriedenheit und auch Verdrossenheit ausdrücken. Im Jahr 2007 erreichte die Wahlbeteiligung zwar ein Rekordhoch, denn der Schock von 2002 saß noch tief. Doch wie ist es in diesem Jahr um das Vertrauen und die Hoffnung der Bürgerinnen und Bürger in ihre Repräsentanten bestellt? Im April wissen wir mehr.<br />
Und in Kassel? Da ist es wieder einmal Zeit für die Hochschulwahlen. Vom 24. – 26. Januar haben wir alle die Gelegenheit wählen zu gehen bzw. einen Brief zu schicken.</p>
<p>Wir haben die Gelegenheit zur Wahl, nehmen wir sie wahr!?!</p>
]]></content:encoded>
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